Ostschweizer Kantone im Schlussspurt für höhere Impfquote

gn, sda

4.11.2021 - 12:27

Vom 8. bis 14. November findet die nationale Imfpwoche gegen das Coronavirus statt. Mit mobilen Impfstellen soll auch der Bevölkerung auf dem Land eine Impfmöglichkeit gegeben werden. (Symbolbild)
Keystone

Die Ostschweizer Kantone starten zum Schlussspurt für höhere Impfquoten. Mit Impfnächten, zusätzlichen Walk-In-Angeboten und sogar Kurzhypnosen sollen Unentschlossene von einer Impfung gegen das Coronavirus überzeugt werden.

gn, sda

4.11.2021 - 12:27

Bund und Kantone setzen in der kommenden nationalen Impfwoche alle Hebel in Bewegung, um Zögernde von den Vorteilen der Impfung zu überzeugen. Die Kampagne lässt sich der Bund rund 100 Millionen Franken kosten.

«Mit der Impfwoche wollen wir wirklich noch einen Schritt vorwärts machen», sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Mit der Impfoffensive werde ein «last call» gemacht.

Die Ostschweizer Kantone liegen mit ihren Impfquoten im Landesvergleich auf den hintersten Plätzen. Appenzell Innerrhoden bildet mit einer Impfquote von knapp 53 Prozent das Schlusslicht.

Am Donnerstag präsentierten die Ostschweizer Kantone in Trogen ihre Strategien für die Kampagne, die vom 8. bis 14. November dauert.

Impfnächte in St. Gallen und im Thurgau

Der Kanton St. Gallen eröffnet am kommenden Montag in Altstätten, Wattwil und Walenstadt drei zusätzliche Impfstellen. Vier weitere Pop-up-Impfstellen folgen zwei Wochen später.

In St. Gallen, Wil, Rapperwil-Jona und Buchs organisiert der Kanton Impfnächte mit Öffnungszeiten bis Mitternacht. Um die Anfahrtszeiten zur Impfstelle zu verkürzen, ist im Toggenburg ein mobiles Impfteam unterwegs.

Neu wird der Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson auch in Apotheken verimpft. Gleichzeitig verstärkt der Kanton auf der Website www.sg-impft.ch/impfwoche die Kommunikation über die Angebote sowie über mögliche Auswirkungen einer Covid-19-Erkrankung.

Im Kanton Thurgau sind am 12. und 13. November Impfnächte geplant. Dabei könnten sich «Nachtschwärmer» von 20 Uhr bis 1 Uhr nachts im Impfzentrum Weinfelden impfen lassen. Angeboten werden Dosen von Pfizer/Biontech.

Weiter gibt es Walk-In-Angebote mit je nach Tag unterschiedlichen Impfstoffen. Interessierte könnten so ihren «Wunsch-Impfstoff» auswählen, heisst es in der Mitteilung des Kantons. Zudem tourt der Impfbus durch alle fünf Bezirke und bietet auch Impfberatungen an.

Speziell für Migrantinnen gedacht sind unter anderem Beratungen im Rahmen der «Femmes-Tische». Alle Informationen zur Impfkampagne finden sich unter www.tg.ch/impfen.

Impftaxi in Appenzell Ausserrhoden

In Appenzell Ausserrhoden kann man sich während der ganzen Impfwoche in Herisau und Heiden ohne Voranmeldung impfen lassen. Das Angebot ist täglich von 13.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Am 12. November steht die Möglichkeit bis Mitternacht zur Verfügung.

Täglich ist – abwechselnd in Herisau oder Heiden – ein Impftaxi unterwegs. Es fährt Impfwillige gratis in die Impfzentren. Personen mit Angst vor Spritzen könnten sich in einer hausärztlichen Praxis «unter Kurzhypnose» impfen lassen, teilte der Kanton mit.

Alle Angebote finden sich auf einem Informationsblatt, das an alle Gemeinden, an Vereine, Jugendtreffs und Kulturvereine versandt wird. In Zeitungen und auf Online-Portalen sind Inserate geplant.

In Appenzell Innerrhoden bieten nebst dem bestehenden Walk-In-Angebot verschiedene Hausärztinnen und Hausärzte sowie Hausarztpraxen die Möglichkeit für Spontanimpfungen. Ausserdem wird ein medizinisches Beratungstelefon lanciert. Der Kanton informiert auf der Website www.ai.ch/impfwoche über das erweiterte Angebot.

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