Rorschach trennt sich nach Gerichtsurteil vom Stadtschreiber

SDA

28.3.2018 - 15:44

Der Rorschacher Stadtrat will sich von Stadtschreiber Roger Böni trennen. Er reagiert damit auf die - noch nicht rechtskräftige - Verurteilung Bönis durch das Kreisgericht Rorschach wegen Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsbesorgung.

Der Stadtschreiber habe dadurch an Glaubwürdigkeit verloren, begründete Stadtpräsident Thomas Müller den Schritt am Dienstagabend an der Bürgerversammlung. Formell sei Böni noch nicht gekündigt worden, weil er derzeit krank geschrieben sei.

Böni war bis 2014 Gemeindepräsident von Untereggen. Dort soll es beim Bau seines Einfamilienhauses in den Jahren 2011 und 2012 zu Unregelmässigkeiten gekommen sein. Der damalige Gemeindepräsident und Bauverwalter bezahlte gut 9000 Franken Gebühren zu wenig. Er soll sich selber eine falsche Abrechnung ausgestellt haben.

Das Kreisgericht Rorschach verurteilte ihn deswegen Anfang Februar 2018 wegen Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsbesorgung zu einer bedingten Geldstrafe. Böni bestritt die Vorwürfe und verlangte einen Freispruch. Gegen das Urteil hat er laut Kreisgericht Berufung angemeldet. Er kann den Fall ans Kantonsgericht weiterziehen.

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