Der Schweizerische Nationalfonds fördert ein Thurgauer Forschungsprojekt mit 700'000 Franken. Das Team des Biotechnologie-Instituts Thurgau erforscht, wie die Wanderung von Immunzellen gesteuert wird.
Ein Forschungsteam am Biotechnologie-Institut Thurgau (BITg) hat Methoden und Werkzeuge entwickelt, um diese wichtigen Prozesse in menschlichen Blutzellen und anderen zellulären Modellen mess- und sichtbar zu machen. In einem neuen Forschungsprojekt sollen nun die durch bestimmte Botenstoffe ausgelösten Signalwege von Chemokin-Rezeptor CCR7 untersucht werden.
Der Schweizerische Nationalfonds finanziert das Forschungsprojekt mit einem Beitrag von 700'000 Franken über vier Jahre, wie die Thurgauer Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.
Der Chemokin-Rezeptor CCR7 bindet bestimmte Botenstoffe und weist den Zellen so den Weg durch das Gewebe zu den Lymphgefässen und schliesslich in die nächstgelegene Lymphdrüse, einer zentralen Schaltstelle des Immunsystems. Dort angekommen setzen die Dendritischen Zellen eine massgeschneiderte Immunabwehr gegen den Krankheitserreger in Gang.
Neue Impulse für die Krebstherapie
Durch die Erforschung der Signalwege wolle die Forschungsgruppe dazu beitragen, neue Ansätze für eine verstärkte Immunantwort gegen Krankheitserreger zu entwickeln, heisst es. Da CCR7 auch für die Metastasierung von Krebszellen eine entscheidende Rolle spiele, erhoffe sich das Team von diesem Forschungsprojekt neue Impulse für die Krebstherapie.
Das Biotechnologie Institut Thurgau (BITg) ist ein An-Institut der Universität Konstanz in Kreuzlingen. Es wird getragen durch die Thurgauische Stiftung für Wissenschaft und Forschung. Seine Schwerpunkte sind die Tumorbiologie, Immunologie und Zellbiologie. Das BITg ist vom Bund als Forschungsinstitut von nationaler Bedeutung anerkannt.
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