Coronavirus – Schweiz

Thurgauer Regierungsrat will bei der Lockerung mehr Spielraum

SDA

22.4.2020 - 11:28

Der Thurgauer Regierungsrat schlägt für die Nordostschweiz, in der es weniger Corona-Fälle gebe, eine schnellere Öffnung der Geschäfte vor. Ab dem 11. Mai sind die Schalter der kantonalen Verwaltung wieder geöffnet.

Obwohl der Thurgauer Regierungsrat die einheitliche nationale Regelung grundsätzlich begrüsse, könne er sich vorstellen, dass bei der Lockerung «kantonale Unterschiede betreffend die Ausbreitung des Coronavirus berücksichtigt werden», heisst es in der Mitteilung der Staatskanzlei vom Mittwoch.

Dies betreffe vor allem die Nordostschweiz. Dort sei die Ausbreitung des Coronavirus deutlich tiefer als in anderen Landesteilen. Aus diesem Grund unterstütze der Regierungsrat die Forderung mehrerer Kantone an den Bundesrat, dass die Situation des Detailhandels, der Gastronomie und des Veranstaltungswesens nochmals überprüft werde.

Keine Lager und Projektwochen mehr

Die stichprobenweise Kontrolle der Einhaltung dieser Schutzkonzepte obliege den Kantonen, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Thurgau sei dafür das Departement für Inneres und Volkswirtschaft und dort das Arbeitsinspektorat zuständig, das dabei von der Polizei unterstützt werde.

Das Departement für Erziehung und Kultur arbeite mit Hochdruck an der Vorbereitung der Wiedereröffnung der Schulen. Für konkrete Entscheide müsse aber auf die Verordnung des Bundesrats gewartet werden, die voraussichtlich am 29. April vorliege. Eine Massnahme steht allerdings bereits fest: Bis zum Ende des Schuljahrs sollen keine Lager oder Projektwochen mehr stattfinden.

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