Kantonale Wahlen – TG

Urs Martin (41) verteidigt zweiten Regierungssitz der SVP

SDA

15.3.2020 - 17:56

Die «Zauberformel» in der Thurgauer Kantonsregierung bleibt unverändert. Urs Martin von der SVP holte am Sonntag im ersten Wahlgang den Sitz des zurücktretenden Parteikollegen Jakob Stark. Ueli Fisch (GLP) und Karin Bétrisey (Grüne) verpassten die Wahl.

Der Thurgauer Regierungsrat setzt sich in den kommenden vier Jahren wie bisher aus zwei Mitgliedern der SVP und je einem von CVP, FDP und SP zusammen. Auch die Mehrheit von drei Frauen gegenüber zwei Männern bleibt bestehen.

Die Stimmbeteiligung betrug 32,35 Prozent. Das absolute Mehr lag bei 23'202 Stimmen. Die vier bisherigen Mitglieder des Regierungsrates haben die Wiederwahl geschafft: Carmen Haag (CVP) erhielt 42'069 Stimmen, Monika Knill (SVP) 39'067 Stimmen, Cornelia Komposch (SP) 37'776 Stimmen und Walter Schönholzer (FDP) 34'016 Stimmen.

Neu gewählt wurde Urs Martin (SVP). Der 41-jährige Kantonsrat vereinigte 26'421 Stimmen auf sich. Er ersetzt damit ab dem 1. Juni Finanzdirektor Jakob Stark (SVP), der nicht mehr zur Wahl angetreten ist. Es sei kein Spaziergang gewesen, sagte Urs Martin.

Ueli Fisch: «Zu lange gezögert»

Das absolute Mehr ebenfalls geschafft hat Ueli Fisch (GLP). Er erhielt 25'557 Stimmen, schied aber – genauso wie 2016 – als überzähliger Kandidat aus. Karin Bétrisey (Grüne) machte 16'289 Stimmen. Auf Vereinzelte entfielen 10'818 Stimmen.

«Ich bin einerseits enttäuscht, dass ich die Wahl nicht geschafft habe, andererseits bin ich stolz, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Urs Martin gegeben hat», sagte der GLP-Kandidat gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Fisch kam bis zum Schluss auf 994 Stimmen an Urs Martin heran.

Die Chance für einen GLP-Sitz in der Regierung wäre vorhanden gewesen. Er habe zu lange mit seiner Kandidatur gezögert, sagte Fisch, der nach der ebenfalls verpassten Wahl in den Ständerat zuerst nicht antreten wollte. Leider hätten die Grünen nicht die Geduld gehabt und seien mit einer eigenen Kandidatur angetreten. «Es ist wohl nicht an den Grünen gelegen», sagte Karin Bétrisey. Ueli Fisch habe sich politisch klar abgegrenzt.

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