Corona-Pandemie führt zu massivem Verlust am Zürcher Kinderspital

kl, sda

22.4.2021 - 08:42

Die Corona-Pandemie führte beim Zürcher Kinderspital zu einer historisch tiefen Auslastung und zu einem Verlust von 9,3 Millionen Franken. (Archivbild)
Keystone

Auch im Zürcher Kinderspital (Kispi) macht sich die Corona-Pandemie bemerkbar: Das Jahresergebnis 2020 ist deutlich schlechter ausgefallen als erwartet. So schreibt das Spital trotz Corona-Entschädigung einen Verlust von 9,3 Millionen Franken. Budgetiert war ein Gewinn von 6,5 Millionen Franken.

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22.4.2021 - 08:42

Das Kispi verzeichnete mit nur noch 77 Prozent eine historisch tiefe stationäre Auslastung. Im Vorjahr lag sie noch bei 86 Prozent. Sogar auf der Notfallstation gab es einen massiven Einbruch, weil selbst Eltern mit bedrohlich erkrankten Kindern den Gang ins Kinderspital fürchteten, wie es im Jahresbericht heisst.

Weniger Infektpatienten

Zu dem Einbruch führten unter anderem die Einstellung von verschiebbaren Eingriffen, deutlich weniger Infektpatientinnen und -patienten und Kapazitätseinschränkungen bei den Betten wegen der Hygienemassnahmen, wie das Kispi am Donnerstag mitteilte. So konnten etwa zahlreiche Mehrbettzimmer nicht mehr voll ausgelastet werden.

Im Gegensatz zu den Erwachsenenspitälern musste das Kispi nur sehr wenige Covid-Patientinnen und -Patienten behandeln. Trotzdem waren Anpassungen notwendig und es mussten Kapazitäten sichergestellt werden. So war es etwa notwendig, sämtliche Termine in der Poliklinik um 15 Minuten zu verlängern, um das Lüften sicherzustellen.

Weil die Problematik sich auch in das laufende Jahr hinein fortsetzt, sind die Aussichten entsprechend durchzogen, wie es in der Mitteilung heisst. Besonderen Anlass zur Sorge bereiten dem Kispi auch die Auswirkungen der psychischen Belastung von Kindern und Jugendlichen sowie der Anstieg von Misshandlungen.

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