Coronavirus – Schweiz

Erste Zürcher sind gegen Covid-19 geimpft

kl, sda

4.1.2021 - 11:58

Impfstart im Kanton Zürich: Als erstes wurde das Ehepaar Stüssi auch Wetzikon gegen Covid-19 geimpft.
Keystone

Nun ist es soweit: Am Montag hat im Institut für Reisemedizin in Zürich die kantonale Impfaktion gegen das Coronavirus begonnen. Zum offiziellen Auftakt wurde vor den Medien ein Ehepaar aus Wetzikon geimpft. Der Mann und die Frau sind beide über 75 Jahre alt und gehören damit zur Hochrisikogruppe.

Bislang stehen im Kanton Zürich nur 16'000 Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech zur Verfügung. Dies reicht, um 8000 Personen zu impfen. Das Ziel sei es, die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu impfen, um Todesfälle und schwere Verläufe der Krankheit zu vermeiden, sagte Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP).

Auch die ehemalige Unternehmerin Rosmarie Michel, Schriftsteller Franz Hohler und weitere prominente Zürcherinnen und Zürcher gehören zu den ersten Personen, die sich im Institut für Reisemedizin impfen liessen. Sie werben damit als Impfbotschafter für die Covid-19-Impfung.

Grosse Nachfrage

Die Nachfrage nach der Impfung ist bislang so hoch, dass gar nicht alle Interessierten einen Termin für eine Impfung bekommen können. Als die Anmeldeseite am vergangenen Mittwochnachmittag freigeschaltet wurde, verzeichnete sie in der ersten Stunde bereits weit über 100'000 Zugriffe und beim Ärztefon gingen rund 60'000 Anrufe ein.

Weitere Kontingente und Zusatztermine, werden via Ärzte an Hochrisikopatienten vergeben. Ab 18. Januar soll für Personen ab 75 Jahren und Hochrisikopatienten wieder ein Anmeldesystem zur Verfügung stehen. Hochrisikopatienten, die im Unispital in Behandlung sind, können ab Dienstag dort geimpft werden. Mitte Januar wird mit den Impfungen in Alters- und Pflegeheimen begonnen.

Wichtiger Wendepunkt

Der Impfstart sei ein wichtiger Wendepunkt bei der Bekämpfung der Pandemie, sagte Regierungspräsidentin Silvia Steiner (CVP). Es brauche aber auch beim Impfen Geduld und Bescheidenheit. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) hofft, «dass wir diese beispiellose Krise im Laufe des Jahres werden überwinden können».

Für die breite Bevölkerung sind mehrere Impfzentren vorgesehen, die ihren Betrieb voraussichtlich im April aufnehmen werden. Wenn der Impfstoff von Moderna zugelassen und verfügbar ist, wird das Impfen von Hochrisikopatienten auch in ausgewählten Hausarztpraxen möglich werden. Dieser Impfstoff muss nicht so stark gekühlt werden.

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