AbfallplanungKanton Zürich will Abfall besser sortieren und wiederverwerten
kl, sda
9.2.2024 - 10:59
Abfälle werden besser sortiert und wiederverwertet, beispielsweise als recycliertes Baumaterial. (Symbolbild)
Keystone
Die Abfallmenge im Kanton Zürich wird bis zum Jahr 2035 voraussichtlich weniger stark zunehmen als bisher angenommen. Abfälle können besser sortiert und Materialien wiederverwendet werden.
Keystone-SDA, kl, sda
09.02.2024, 10:59
SDA
Heute landen rund 40 Prozent der Abfälle im Kanton Zürich in einer Kehrichtverwertungsanlage (KVA) oder auf einer Deponie, wie die kantonale Baudirektion am Freitag mitteilte. Mit dem Massnahmenplan Abfall- und Ressourcenwirtschaft 2024-2028 soll dieser Anteil weiter reduziert werden. Zum einen durch Vermeidung, zum andern durch Recycling.
Insgesamt liegt die für das Jahr 2035 prognostizierte Jahresmenge in den KVA bei 790'000 Tonnen statt wie bisher angenommen bei 830'000 Tonnen. Gründe für die abnehmende Menge sind unter anderem die zunehmende Separatsammlung von Bioabfall und Kunststoff, eine bessere Sortierung von Bauabfällen sowie Bestrebungen zur Vermeidung von Food Waste und Förderung einer Kreislaufwirtschaft, wie es in der Mitteilung heisst.
Die technischen Möglichkeiten, um verwertbare Materialien wieder zu sogenannten Sekundärrohstoffen aufzubereiten, entwickeln sich laufend weiter. Die Baudirektion fördert diese Entwicklung beispielsweise durch Vorgaben für den Einsatz von Recyclingbeton oder wiederverwendetem Ausbruchasphalt bei der Vergabe von Aufträgen.
Auch die Zürcher Stimmberechtigten hatten sich im Herbst 2022 deutlich für dich nachhaltige Nutzung von Wertstoffen ausgesprochen. Sie stimmten mit über 89 Prozent für die Aufnahme eines neuen Artikels in der Kantonsverfassung zum Thema «Kreislaufwirtschaft».
Brennbare Abfälle aus dem Kanton Zürich sollen weiterhin in den fünf bestehenden KVA in Zürich-Hagenholz, Winterthur, Dietikon, Hinwil und Horgen verwertet werden. Die KVA Horgen soll unbefristet weiterbetrieben werden, wie die Baudirektion schreibt. Definitiv über den Standort entscheiden wird der Kantonsrat.
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