Stadt Zürich beteiligt sich an Hochwasserschutz fürs Sihltal

falu, sda

10.2.2021 - 21:26

Hochwasserschutz: Die Stadt Zürich leistet einen Beitrag an den geplanten Hochwasser-Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil. (Symbolbild)
Keystone

Maximal 15 Millionen Franken hat der Zürcher Gemeinderat zugesagt für den Hochwasser-Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil. Dieser soll Extremhochwasser der Sihl in den Zürichsee überleiten und damit das untere Sihltal und die Stadt Zürich vor Überschwemmungen schützen.

Das Projekt steht unter kantonaler Ägide und soll insgesamt 175,5 Millionen Franken kosten. Je nachdem wie hoch der Bundesbeitrag ausfällt, verändert sich der Beitrag der Stadt Zürich. Sie will freiwillig 15 Prozent der Kosten – aber maximal 15 Millionen Franken – nach Abzug der Bundesgelder übernehmen.

Zudem steht der städtische Beitrag unter dem Vorbehalt der finanziellen Beteiligung der SBB und der SZU am Entlastungsstollen.

Die Stadt Zürich ziehe einen «besonderen Nutzen» aus dem Projekt, heisst es in der Weisung. Mögliche Schäden aus Extremhochwasser werden auf 6,7 Milliarden Franken geschätzt. Der Baubeginn ist auf Mitte 2021 geplant,. Vier Jahre später soll das Projekt fertig sein.

Deutliche Zustimmung vom Rat

Die Zustimmung zum Stollen fiel deutlich aus. Kritik kam aber beispielsweise von der FDP: Die Stadt zahle bereits in den kantonalen Topf für Hochwasserschutz ein. Ausserdem sei die Umsetzung des Projekts nicht gefährdet, wenn die Stadt Zürich keinen Beitrag zahle.

Der projektierte Stollen ist rund zwei Kilometer lang und hat einen Innendurchmesser von 6,6 Metern. Er soll die Stadt und den Hauptbahnhof vor einer Sihl-Hochwasserspitze von bis zu 600 Kubikmeter pro Sekunde schützen und den Abfluss in der Stadt auf 300 Kubikmeter pro Sekunde begrenzen.

Im August 2005 kam es in der Schweiz und Teilen Europas zu einem Jahrhundert-Hochwasser. Der Zürcher Gemeinderat schnürte im Nachgang ein Hilfspaket über 150'000 Franken für Betroffene in der Stadt.

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