Die Stadt Zürich setzt auf Fernwärme, um Klimaziele zu erreichen. Am Mittwoch gab sie bekannt, dass die Gasnetze in Altstetten-Nord und Tiefenbrunnen durch Fernwärme abgelöst werden. (Archivbild).
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Die Stadt Zürich will das Gasnetz auf Fernwärme umstellen. In Altstetten-Nord und Tiefenbrunnen soll der Schritt bis 2030 beziehungsweise 2034 erfolgen. Grund dafür ist das Netto-Null-Ziel.
Keystone-SDA, paja, sda
17.04.2024, 14:40
SDA
Neben der Mobilität sei die Energie der grosse Hebel für Netto-Null, sagte Stadtrat Michael Baumer (FDP) am Mittwoch vor den Medien. In dicht bebauten Gebieten plant die Stadt, die Fernwärme nun auszubauen.
Die jetzige Umstellung spart gemäss Stadtrat jährlich bis zu 10'000 Tonnen CO2-Emissionen ein. Die Stadtzürcher Stimmbevölkerung nahm das Netto-Null-Ziel bis 2040 im Mai 2022 an der Urne an.
Für die Netze in Altstetten und Tiefenbrunnen soll Wärme aus gereinigtem Abwasser beziehungsweise Seewasser genutzt werden. «In Altstetten-Nord hat schon die Hälfte der Eigentümer ihr Interesse angemeldet», sagte die Energiebeauftragte der Stadt Zürich, Silvia Banfi Frost.
Eigentümer könnten entschädigt werden
Zwei Versorgungsnetze zu betreiben sei nicht sinnvoll, sagte Baumer. Darum wird das Gasverteilnetz weichen. Um den Übergang zu erleichtern, werden die Schritte fünf Jahre vorher angekündigt.
Gebäudeeigentümer in den betroffenen Gebieten müssen rechtzeitig für Ersatz ihrer Heizungen sorgen, durch Anschluss an die Fernwärme oder eigene Lösungen wie Wärmepumpen. Gaskochherde und ähnliches müssen die Betroffenen durch elektrische Geräte ersetzen.
Unter bestimmten Voraussetzungen könnten Eigentümer für nicht amortisierte Gasgeräte eine Entschädigung erhalten. Fördergelder gibt es auch für den vorzeitigen Ersatz von Ölheizungen. Die Stadt will an Veranstaltungen entsprechend informieren.
«Ein Generationenprojekt»
Die Stadt Zürich will langfristig weitere Gasverteilnetze durch Fernwärme ablösen. Bis Ende Jahr wird dies in Zürich-Nord abgeschlossen sein. An diversen Orten prüft Zürich derzeit weitere Netze. Rund 60 Prozent des Siedlungsgebiets will die Stadt erschliessen.
Wie die Eigentümerin Energie 360°, die zu 96 Prozent der Stadt gehört, entschädigt wird, wird noch besprochen. Man setze auch selber bereits auf erneuerbare Energien, erklärte Rainer Schöne von Energie 360°.
Die Kosten des Gesamtausbaus der Fernwärme belaufen sich laut Baumer auf 2 Milliarden Franken. «Es ist ein Generationenprojekt für die kommenden Jahrzehnte», sagte er.
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