So stehen die Viertelfinal-Chancen der Schweizer Vertreter

Luca Betschart

6.11.2018

Martschini, Hofmann, Cervenka und Mursak treten heute als Topscorer ihrer Mannschaften an.
Bild: Keystone

Die Champions Hockey League startet mit den Achtelfinal-Hinspielen in die entscheidende Phase. Es weht ein rauerer Wind als bisher – auch für die vier Schweizer Vertreter. 


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Mit Zug, Bern, Lugano und den ZSC Lions stellt die Schweiz die Nation mit den meisten verbliebenden Teams in der Champions Hockey League und schneidet damit sogar besser als die starke Liga aus Schweden ab, die aktuell noch drei Vereine im Rennen hat. Im Achtelfinal geht das Duell mit Schweden in die nächste Runde: Lugano und Bern fordern Vereine aus dem hohen Norden. 


   HCL

HC Lugano – Frölunda HC

Der Herausforderer

Das schwierigste Los der Schweizer Vertreter zog wohl der HC Lugano: Die Tessiner treffen im Achtelfinal auf das erfolgreichste Team der Champions Hockey League der letzten Jahre. Seit deren Wiedereinführung 2014 stiess Frölunda drei Mal bis in das Endspiel vor und holte zweimal den Titel. In diesem Jahr setzte man sich in der Gruppenphase auch gegen den ZSC durch, obwohl es im Hallenstadion eine Niederlage nach Penaltyschiessen absetzte. Ein Sieg im heutigem Heimspiel ist wohl Pflicht, will man im Rückspiel in Frölunda noch intakte Chance auf die Viertelfinal-Qualifikation haben. Dass die Luganesi gegen so starke Teams bestehen können, haben sie mit der Elimination des finnischen Titelverteidigers Jyväskylä erst jüngst bewiesen. 


   SCB

SC Bern – IF Malmö

Die Bewährungsprobe

Mit den IF Malmö Redhawks bekommt auch der SC Bern einen Gegner aus Schweden vorgesetzt. Der Drittplatzierte der Liga qualifizierte sich wie schon vor einem Jahr als Gruppensieger souverän für die K.O.-Phase und will die günstige Position diesmal mit Sicherheit besser nutzen. Letztes Jahr musste man sich bereits nach dem Achtelfinal gegen Ocelari Trinec aus Tschechien verabschieden. Können die Berner das Hinspiel in Schweden einigermassen ausgeglichen gestalten, werden sie im Rückspiel zu Hause alle Chancen auf den Viertelfinal haben.


   ZSC

ZSC Lions – Kärpät

Die Meisterprüfung

Ebenfalls aus dem hohen Norden, allerdings aus Finnland, kommt der Gegner des amtierenden Schweizermeisters ZSC Lions: Kärpät Oulu ist der aktuelle Tabellenführer und Dominator der heimischen Liga und hat inklusive Champions League in 26 Pflichtpartien nur gerade vier Niederlagen kassiert. Findet der ZSC im Vergleich zu den durchzogenenen Leistungen in der Meisterschaft einen zusätzlichen Gang – ähnlich wie in den Playoffs der vergangenen Meistersaison – können die Zürcher wohl mit jedem Teilnehmer der diesjährigen Champions Hockey League mithalten. Ein Vorsprung aus dem heutigen Heimspiel würde die Aufgabe in Finnland sicherlich erleichtern. 


   EVZ 

EV Zug – Red Bull München

Die Chance

Auf dem Papier das beste Los scheint der EV Zug gezogen zu haben. Die Zuger empfangen mit Red Bull München zwar den besten deutschen Verein der letzten Jahre, die DEL ist allerdings deutlich schwächer einzustufen als die Ligen in Schweden oder Finnland. Bereits im vergangenen Jahr scheiterten die Deutschen mit dem SC Bern an einem Vertreter aus der Schweiz. Aber aufgepasst: Nach verlorenem Hinspiel zu Hause schafften die Berner die Entscheidung erst im allerletzten Drittel. Die Zuger sind gewarnt ...

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