Eishockey-WM: Schweden, USA und Kanada verlieren

SDA

10.5.2019 - 19:35

Die tschechischen Spieler dürfen sich über einen gelungenen Auftakt freuen.
Source: Keystone

Zum Auftakt der Eishockey-WM in der Slowakei müssen sich die Grossmächte Kanada, USA und Schweden alle mit einer Niederlage abfinden.


Auftakt der Schweizer


Weltmeister Schweden stolpert gegen Tschechien 

Weltmeister Schweden stolpert im ersten Spiel und unterliegt einer starken Truppe aus Tschechien mit 5:2. Angefeuert von einem beeindruckenden Publikum, machten die Mitteleuropäer schon im ersten Abschnitt Druck, verbuchten eine frühe Führung und setzten die Tre Kronor unter Zugzwang. So richtig in Fahrt kamen die Schweden trotzdem erst nach der ersten Pause, stellten die Verhältnisse dafür aber vollkommen auf den Kopf.

Gleich mit dem Start des Mittelteils legten die Blau-Gelben los, drehten das Spiel innerhalb von drei Minuten und drängten den Gegner dauerhaft in die Defensive. Gleichzeitig wurde das Spiel ruppiger, was den Spielfluss hemmte und für ein Tief im zweiten Drittel sorgte. Kurz vor der zweiten Pause waren es dann wieder die Tschechen, die mit dem Ausgleich neuen Schwung brachten. Ebenjener hielt auch nach der Pause an und trug die Mannschaft von Trainer Miloš Říha zum frühen Führungstreffer im Schlussabschnitt. Mit dem Vorsprung im Rücken spielten die Tschechen schliesslich befreit auf, legten in der 56. Minute nochmal nach und setzten, Sekunden vor Schluss, mit einem Empty-Netter zum 5:2 Endstand den Schlusspunkt.

Sensation: Gastgeber Slowakei schlägt USA

Die Gastgeber aus der Slowakei gewinnen gegen den haushohen Favoriten aus Amerika mit 4:1! Mit unglaublich viel Laufbereitschaft und unerbitterlichem Kampfgeist sowie der nötigen Skills im Abschluss kann sich der Aussenseiter gegen eine All-Star-Mannschaft aus den USA verdient durchsetzen. Nachdem es Ende des ersten Drittels noch 1:1 stand und die Partie in beide Richtungen hätte ausgehen können, gaben die Jungs aus Osteuropa richtig Gas und nutzten ein 5-gegen-3-Überzahlspiel. In der Folge erarbeitete sich das Team von Coach Craig Ramsay ein Chancenplus und erzielte verdient zwei weitere Tore.

Finnland bezwingt Kanada, Russland souverän

Massgeblichen Anteil am Erfolg der Finnen hatte der beim EHC Biel tätige Toni Rajala, der sich sowohl beim 1:0 von Kaapo Kakko (9.) als auch beim 2:1 von Arttu Ilomäki (43.) den ersten Assist gutschreiben liess. Die Kanadier, die am Tag zuvor Teamleader John Tavares wegen einer Verletzung verloren hatten, mussten sich mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Jonathan Marchessault (9.) begnügen. Dieser fiel wie der Siegtreffer der Finnen im Powerplay.34 Sekunden vor dem Ende machte erneut Kakko mit einem Schuss ins leere Tor alles klar.

Kakko ist erst 18 Jahre alt und kann sich bereits U18- sowie U20-Weltmeister nennen. Sichern sich die Finnen in der Slowakei Gold, wäre er der jüngste Spieler überhaupt, der an diesen drei Turnieren den Titel geholt hätte. Neben Rajala setzten die Nordländer auf zwei weitere Spieler aus der National League: Den Lausanner Verteidiger Petteri Lindbohm und Harri Pesonen von den SCL Tigers.

Owetschkin: «Es war ein hartes Spiel»

Das russische Starensemble sorgte gegen Norwegen rasch für klare Verhältnisse und ging bis zur 30. Minute 4:0 in Führung – Jewgeni Dadonow zeichnete sich als Doppel-Torschütze aus. Die Osteuropäer nutzten die ersten drei Überzahl-Situationen gnadenlos aus. Nikita Kutscherow, der beste Skorer der abgelaufenen NHL-Qualifikation, steuerte einen Treffer und zwei Assists zum Sieg bei. Den Norwegern gelang nach dem 0:5 (42.) mit zwei Toren innerhalb von 100 Sekunden noch etwas Resultatkosmetik, das 2:5 in der 58. Minute schoss Jonas Holös, der in der abgelaufenen Saison für Fribourg verteidigt hatte, jedoch von Gottéron keinen neuen Vertrag erhielt.

SDA

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