Nico Hischier: «Das Schweizer Eishockey wird immer besser»

Luca Betschart

7.5.2019

Als Vize-Weltmeister reist die Schweizer Nationalmannschaft an die WM in der Slowakei. Vor der Abreise am Mittwoch spricht Debütant Nico Hischier über die gesetzten Ziele und seinen Stellenwert im Team.

Am Mittwoch reist die Schweizer Nationalmannschaft in die slowakische Hauptstadt nach Bratislava, bereits am Samstag startet sie mit dem Spiel gegen Aussenseiter Italien in ein neues WM-Abenteuer.

Erstmals mit an Bord ist der NHL-Söldner Nico Hischier. Der im NHL-Draft 2017 als Nummer 1 gezogene Walliser verpasste mit den New Jersey Devils in der abgelaufenen «Regular Season» die Playoff-Qualifikation und erhielt daraufhin die Freigabe seines Arbeitgebers, an der WM für sein Heimatland aufzulaufen.

So gibt Hischier Ende April im Testspiel gegen Frankreich sein Nati-Debüt, hat zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits zwei Saisons in der «besten Liga der Welt» gespielt und dank über 100 Scorerpunkte wertvolle Erfahrungen gesammelt. Sein Können stellt er von Beginn weg eindrücklich unter Beweis und brilliert im ersten Länderspiel mit einem Hattrick – ein Debüt fürs Rekordbuch.



Vor der Abreise nach Bratislava spricht Hischier mit «Bluewin» über die gesetzten Ziele, seinen Stellenwert und den steigenden Erwartungsdruck an die Schweizer Auswahl.


Nico Hischier über…

… sein Gefühl in der Schweizer Nationalmannschaft

Ich fühle mich wirklich sehr gut. Ich habe mich gefreut, in Genf zu starten und endlich mit der Nationalmannschaft loszulegen. 

… seinen Stellenwert im Team als Nummer 1 im NHL-Draft

Ich glaube, jeder einzelne Spieler hier hat eine Rolle. Man sollte nicht zu viel und nicht zu wenig machen, sondern einfach seine Rolle erfüllen. Dann ist man ein gutes Team. Das probiere auch ich zu machen.

… seine Erwartungen an sich selbst

Sicher, dass ich Freude habe und dem Team helfe, zu gewinnen. Das ist meine grosse Erwartung.

… den steigenden Erwartungsdruck aufgrund der gewonnen Silbermedaille im letzten Jahr

Ich denke, Erwartungen gibt es immer. Wie man sieht, wird das Schweizer Eishockey immer besser. Dank den zwei Silbermedaillen weiss man, dass man sich nicht verstecken muss. Aber unser Teilziel ist sicher der Viertelfinal. Von da an ist alles möglich.

… den Vorteil einer vergleichsweise langen Vorbereitung

Ich bin bereits in Genf eingestiegen und am Anfang war es sicherlich ein bisschen komisch. Aber jetzt komme ich immer besser hinein. Von dem her ist es sicher gut, dass man eine Vorbereitung über ein paar Wochen bestreitet.

… das grössere Eisfeld als in der NHL

Ja, das Eisfeld war am Anfang komisch, weil es grösser ist. Aber wie gesagt: ein paar Spiele, ein paar Trainings – dann ist das auch kein Problem mehr.

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