Samuelsson fordert Profi-Trainer im Hockey-Nachwuchs

Martina Baltisberger

15.11.2018

Morgan Samuelsson fordert auch im Nachwuchsbereich Profi-Sportler.
Bild: Keystone

Nachdem der Sechs-Ausländer-Vorschlag abgelehnt wurde, geht die Diskussion weiter. Wie können die Spieler-Löhne im Rahmen gehalten werden? Morgan Samuelsson nimmt Stellung und erklärt, warum Profi-Trainer ein Teil der Lösung wären.

Mit der Regel von sechs Ausländern wollte man die Löhne der Schweizer NLA-Spieler im Rahmen halten – die Saläre sind in den letzten Jahren massiv in die Höhe gegangen.

Morgan Samuelsson hat bei diesem Vorschlag kurzfristig einen Vorteil gesehen, denn der Druck auf die einzelnen Spieler beziehungsweise auf ihre Agenten hätte erhöht werden können. Und so hätte man das Marktungleichgewicht schnellstmöglich anpassen können.

Nicht nur das. Das Geld, das man mit den «Zweitklasse»-Ausländern einsparte, liesse sich in den Nachwuchs investieren. «Es müsste ein Pflicht-Beitrag jedes einzelnen Klubs sein. Denn bei uns fehlen richtige Profi-Trainer in unseren Nachwuchs-Abteilungen», sagt der Teleclub-Experte.

Dass zurzeit vor allem ehemalige Spitzensportler in dieser Funktion tätig sind, begrüsst Samuelsson nicht. «Das bringt nichts. Die Ambitionen sind nicht mehr vorhanden», so Samuelsson. Diese brauche es aber auch auf der Ausbildungsstufe.

Samuelsson ist überzeugt, dass ein professioneller Trainer mit einem angemessenen Salär (80'000 bis 100'000 Franken im Jahr) die Qualität der Spieler-Ausbildung verbessern könnte. Somit gäbe es auch mehr Spieler auf dem Markt. «Der EV Zug hat vor kurzem auf diese Profi-Schiene gesetzt. Die Früchte werden die Zuger erst in ein paar Jahren ernten. Ich bin aber überzeugt, dass es einschlagen wird.»

Samuelsson findet, dass man eine Sechs-Ausländer-Regelung nur zwei bis drei Jahre hätte durchziehen sollen. Denn langfristig gesehen sei es wichtig, dass weiterhin auf Schweizer Spieler gesetzt werde. «Da der Antrag abgelehnt wurde, braucht es jetzt neue Einflüsse im Hockey, die die Löhne eindämmen werden.» Samuelsson fordert mehr Kompetenz bei den einzelnen Organisationen. Leute, die sich trauten, solche Löhne nicht zu zahlen.

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