Eishockey

Einstellungsstopp beim SCB: «Wir haben null Möglichkeiten zu handeln»

bam

19.3.2020

Wird Alex Chatelain (rechts) weiterhin von Marc Lüthi als Sportchef des SCB eingesetzt?
Bild: Keystone

Nach einer verkorksten Saison mit abruptem Ende wollte der SC Bern die Gelegenheit nutzen, sich neu zu sortieren. Eine schwierige Herausforderung, wenn der Klub zurzeit keine Ausgaben tätigen darf.

Andrew Ebbett muss die Berner verlassen, weil ihm vier Punkte für eine Verlängerung fehlen. Vertraglich abgemacht war, dass er 0,75 Skorerpunkte pro Partie realisieren muss, um so in 48 Spielen auf 36 Punkte zu kommen. Ebbett schaffte letztlich 32 Punkte, was nicht genügt. Wer wird sein Nachfolger? Das steht noch in den Sternen. Denn zurzeit gibt es beim SC Bern einen Ausgabestopp. «Alles, was Kosten zur Folge hat, wird nicht umgesetzt», erklärt (noch) Sportchef Alex Chatelain die aktuelle Situation in der «Berner Zeitung». Das heisst konkret, dass weder in die Bereiche Scouting und Analytics, noch in eine Verpflichtung von Spielern und Trainer Geld fliessen darf. «Zurzeit ist auch offen, ob wir wie geplant mit fünf oder gar nur mit drei Ausländern in die nächste Saison starten werden.»



Wer wird SCB-Coach? Bleibt Sportchef Chatelain?

So bleibt auch die Trainerfrage weiterhin unbeantwortet. Steht Hans Kossmann auch in der nächsten Saison an der SCB-Bande? Er selber würde gerne einen Neuanfang mit dem SC Bern wagen. «Die Aufgabe reizt mich sehr. Es ist eine sehr gute Mannschaft; es wäre interessant, über längere Zeit mit ihr zu arbeiten», erklärt Kossmann, der das Team nach der Entlassung von Kari Jalonen im Januar übernommen hatte. Gespräche bezüglich einer Verpflichtung für die nächste Saison haben aber noch nicht stattgefunden, so der Kanadier.



«Die Chancen von Hans Kossmann sind intakt. Das gilt ebenso für jene anderer Kandidaten», sagt Marc Lüthi zur Trainerdebatte. Zurzeit kann sich der SCB-CEO kaum um die sportlichen Anliegen und Analysen kümmern. «Ich hatte in den letzten Wochen wenig Zeit, mich mit sportlichen Dingen zu befassen. Oberste Priorität hat, die Firma über Wasser zu halten.» Lüthi sagt ganz klar zu «Blick»: «Solange ich nicht weiss, wann wieder Normalbetrieb herrscht, unterschreibe ich sicher keine Verträge.»

Sportchef Chatelain sieht die Situation kritisch: «Findest du im Juni oder Juli noch einen valablen Trainer? Die Auswahl wird jedenfalls nicht grösser. Aber Stand heute haben wir null Möglichkeiten zu handeln.»

Wird dies überhaupt noch Chatelains Sorge sein? Die erste Personalie, die bei einem Neuanfang diskutiert werden sollte, ist die des Sportchefs. Lüthi sagt dazu: «Der ganze Sportbereich wird analysiert.»

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