Zwei Engel für Ambri

Nicolai Morawitz

7.3.2019

Zwei Engel für Ambri

Zwei Engel für Ambri

Im Tessin muss man sich im Grunde schon bei der Geburt entscheiden: Ambri oder Lugano. «blue News» hat am Derbytag der beiden Teams zwei Frauen getroffen, deren Herzen seit jeher für den HC Ambri-Piotta schlagen.

04.12.2020

Im Tessin muss man sich im Grunde schon bei der Geburt entscheiden: Ambri oder Lugano. «Bluewin» hat am Derbytag der beiden Teams zwei Frauen getroffen, deren Herzen seit jeher für den HC Ambri-Piotta schlagen. Eine Reportage.

Martina Pellegrini und Laura Cislini sehen ihr Leben durch eine blau-weisse Brille. Die beiden Tessinerinnen verpassen kein Spiel ihres Clubs. Entweder sind sie im Stadion — der legendären Valascia — oder sie treffen sich mit Freunden, um die Ambri-Matches zu schauen.

Wenn es um Fan-Utensilien geht, kennen Martina Pellegrini und Laura Cislini kaum Grenzen.
Bild: Bluewin/mn

Für Martina Pellegrini reicht es nicht, nur im Stadion ihre Unterstützung zu zeigen. Sie hat sich mit anderen Tifosi zusammengetan und sammelt Gelder für den finanziell nicht auf Rosen gebetteten Club aus der Leventina.

Der Unterstützergruppe «Tifosi bianco blu» gehören mittlerweile rund 100 Personen an. Sie haben im Lauf der Jahre über 80'000 Franken für ihren Verein gesammelt.

Trägt auch im Herzen blau-weiss: Laura Cislini.
Bild: Bluewin/mn

Guscetti, Celio, Zamberlani – Laura Cislini schwelgt in ihren Erinnerungen und benennt wie aus der Pistole geschossen Star-Spieler der Vergangenheit. Sie schwärmt von Auswärtsfahrten im Ambri Fan-Bus und wird nostalgisch, wenn es darum geht, wie zugänglich die Spieler damals waren. «Alle kamen am Anfang aus der Leventina», sagt Cislini. Den Angreifer oder Goalie des geliebten Clubs traf man ganz einfach im Dorf.

«Ein Spieler hatte ein Weingeschäft, der andere war Architekt, ein Dritter verkaufte Früchte und Gemüse und wiederum ein anderer handelte mit Vieh» erzählt Cislini.

Wenn sie nicht ihren Club anfeuert, arbeitet Pellegrini als Buchhalterin.
Bild: Bluewin/mn

Fahrten in die Leventina kommen für die ansonsten so sonnenverwöhnten Tessiner einer Reise in eine andere Klimazone gleich. «Im Januar können die Temperaturen in der Valascia auf zehn Grad Minus sinken», sagt Pellegrini. Gegen die Kälte helfe dann nur noch, ausdauernd zu springen oder das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich zu nehmen.

Und in dieser Saison hat auch das Team dafür gesorgt, dass den Fans ordentlich eingeheizt wird. Nicht nur mit ansehnlichem Eishockey, sondern auch mit der Qualifikation für die Playoffs, die einige Frühlingspartien in der Valascia garantieren sollte.

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