Kanté vs. Rodri Das Duell der Spielmacher – wer führt sein Land in den Final?

Linus Hämmerli

9.7.2024

Rodri feiert den Halbfinal-Einzug seiner Spanier nach dem Sieg über Deutschland.
Rodri feiert den Halbfinal-Einzug seiner Spanier nach dem Sieg über Deutschland.
IMAGO/Visionhaus

Im EM-Halbfinal zwischen Spanien und Frankreich treffen mit Rodri und N'Golo Kanté zwei aussergewöhnliche Mittelfeldspieler aufeinander. blue Sport nimmt die beiden unter die Lupe.

Linus Hämmerli

9.7.2024

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Spanien spielt an der EM spektakulär, Frankreich minimalistisch. Die Gemeinsamkeit der beiden Teams sind jedoch die herausragenden Spielmacher.
  • N'Golo Kanté zieht in Frankreichs Mittelfeld die Fäden, Rodri in jenem der Spanier.
  • blue Sport hat die Statistiken der beiden Spieler miteinander verglichen – Rodri hat gegenüber Kanté in vielen Kategorien die Nase vorn.

Bei der EM steht eine richtig dicke Affiche an: Spanien trifft im Halbfinal auf Vizeweltmeister Frankreich. Die Spanier verzückt die Fussball-Welt mit schnörkellosem Fussball, die Franzosen stehen ohne Glanz zu versprühen unter den letzten vier Teams.

Glanz hin oder her. Spanien und Frankreich haben auf dem Platz etwas gemeinsam: sie verfügen beide über herausragende Mittelfeldregisseure. Auf der Seite der Spanier ist dies Rodri, bei der Équipe Tricolore ist das N'Golo Kanté.

Rodri ist passfreudiger, Kanté schneller

Sowohl Rodri als auch Kanté sind unermüdliche Kämpfer. Sie ackern bis zum bitteren Ende und sind gefühlt überall auf dem Platz anzutreffen. Während Rodri pro EM-Spiel durchschnittlich 12,7 Kilometer abspult, drückt bei Kanté der französische Minimalismus des aktuellen Turniers durch. Der Spieler von Al-Ittihad läuft im Schnitt 11,2 Kilometer pro Spiel.

In puncto Passgenauigkeit hat Rodri gegenüber Kanté die Nase vorn. Die Pässe des Klubkollegen von Manuel Akanji finden zu 94 Prozent einen Abnehmer, bei Kanté sind es deren 92,2 Prozent.

Rodri ist zudem um ein vielfaches passfreudiger als sein Gegenüber. Mit 349 gespielten Pässen in vier Spielen (87 pro Spiel) ist Kanté mit 287 Pässen in fünf Partien (57 pro Spiel) in dieser Kategorie deutlich unterlegen.

In Sachen Geschwindigkeit trocknet der 33-jährige Kanté den grossgewachsenen Rodri ab. Kantés Spitzengeschwindigkeit an der EM liegt bei 33,8 Kilometern pro Stunde, bei Rodri bleibt der Tacho bei der Zahl 33 stehen.

Rodri vs. Kanté

  • Verein: Manchester City / Al-Ittihad
  • Alter: 28 / 33
  • Grösse: 1,91 Meter / 1,68 Meter
  • Marktwert: 120 Millionen Euro / 9 Millionen Euro
  • Spiele an der EM 2024: 4 / 5 Kanté
  • Passgenauigkeit: 94 Prozent / 92,2 Prozent
  • Gespielte Pässe: 349 / 287
  • Pässe in die Gefahrenzone: 21 / 16
  • Dribblings: 3 / 8
  • Tore: 1 / 0
  • Assists: 0 / 0
  • Fouls: 5 / 6
  • Gelbe Karten: 3 / 0
  • Gefoult: 7 / 1
  • Distanz: 50,74 Kilometer / 56,03 Kilometer
  • Top-Speed: 33 km/h / 33,8 km/h

Die Zahl drei dominiert auch bei der Kartenstatistik des spanischen Mittelfeldspielers. In vier EM-Partien hat Rodri drei gelbe Karten gesehen. Das letzte Gruppenspiel gegen Albanien verpasste er wegen einer Sperre. Kanté blieb an dieser EM noch ohne Karte.

Weder Rodri noch Kanté sind bekannt für Tore. An der EM hat aber einer von beiden bereits eingenetzt: Rodri schoss beim 4:1-Sieg im Achtelfinal gegen Georgien das 1:1.

Duell der Gegensätze

Die Statistik spricht Bände: Rodri schneidet gegenüber Kanté in den meisten Kategorien besser ab. Der Mann von Manchester City spielt genauere Pässe, spult mehr Kilometer ab und ist an der EM gefährlicher vor dem Tor.

N'Golo Kanté stoppte im Viertelfinale Ronaldos Portugal.
N'Golo Kanté stoppte im Viertelfinale Ronaldos Portugal.
IMAGO/Sportimage

Kanté ist jedoch ein Spieler, der keine Statistiken auf seiner Seite braucht, um seine Wichtigkeit zu unterstreichen. Zweimal wurde der ruhige Charakter zum Man of the Match gekürt. Beim Sieg gegen Österreich und der Nullnummer gegen die Niederlande. Rodri erhielt die Auszeichnung nach der Achtelfinalpartie gegen Georgien.

Die Abrechnung erfolgt nach der Partie. Spanien gegen Frankreich – das Duell der Gegensätze und zweier herausragender Mittelfeldspieler.

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