Breitenreiter: «Natürlich ist die Bundesliga mein Ziel»

Von Marcel Allemann

25.11.2021

Zuerichs Cheftrainer Andre Breitenreiter reagiert im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Zuerich und dem FC Basel 1893 im Letzigrund, am Samstag, 30. Oktober 2021 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Beim FC Zürich der gefeierte Mann: Trainer André Breitenreiter.
Bild: Keystone

Die FCZ-Fans schweben gerade auf Wolke 7. Dank Trainer André Breitenreiter, der die Zürcher an die Spitze zurückgeführt hat. Doch Achtung: Der Deutsche spricht bereits von einer Rückkehr in die Bundesliga.

Von Marcel Allemann

25.11.2021

28 Punkte aus 14 Spielen. Der FC Zürich ist überraschend Leader der Super League. Mit einem Sieg am Sonntag im Spitzenspiel gegen YB könnte der FCZ nicht nur seine aktuelle Position zementieren, sondern gleichzeitig auch noch den Serienmeister weiter einbremsen. Wer hätte vor der Saison an ein solches Szenario zum ersten Advent gedacht? Wohl nicht einmal die kühnsten Optimisten im FCZ-Lager.



Der Erfolg wird vor allem an einer Person dingfest gemacht: André Breitenreiter. Der frühere Bundesliga-Trainer brachte eine andere Mentalität in den Stadtklub rein, verstand es, die einzelnen Spieler nicht nur individuell besser zu machen, sondern auch zu einer Einheit zu formen. Die Verpflichtung von Breitenreiter war der vielleicht beste Schachzug überhaupt in der Ära von Ancillo Canepa als Präsident.

Mit 48 Jahren in den besten Trainer-Jahren

Die Erfolge von Breitenreiter mit dem FCZ sind auch in dessen Heimat nicht unentdeckt geblieben und so lud «Sport-Bild» ihn zum Interview. Der FCZ-Trainer verstand es dabei, sich in diesem hinsichtlich einer möglichen Rückkehr in sein Heimatland schon mal optimal zu positionieren, indem er sagt: «Natürlich ist die Bundesliga mein Ziel.»

Das wird den FCZ-Fans natürlich nicht so gefallen, ist aber aus Breitenreiters Sicht absolut verständlich. Schliesslich steht er mit seinen 48 Jahren nicht im Endbereich seiner Karriere, sondern mittendrin. Da muss der grosse Fussball in einer grossen Liga, die zugleich noch seine Heimat ist, das Ziel sein.

Früher oder später dürfte der FC Zürich seinen Trainer, der einen Vertrag bis 2023 unterschrieben hat, demnach verlieren. Und will dieser die Gunst der (FCZ-)Stunde nutzen, dann eher früher als später. Es dürfte fortan auch so sein, dass bei fast jedem freien Trainerjob in der Bundesliga automatisch der Name André Breitenreiter gehandelt wird.

Lobeshymne auf den FCZ

Den nun aufgeschreckten FCZ-Sympathisanten sei aber auch gesagt, dass Breitenreiter in besagtem Interview betont, wie happy er bei seinem aktuellen Arbeitgeber ist: «Momentan fühle ich mich beim FC Zürich sehr wohl und möchte die Entwicklung weiter vorantreiben. Ich bekomme zahlreiche E-Mails von unserem Präsidenten Ancillo Canepa weitergeleitet, in denen unsere Fans ihre Zufriedenheit über die sportliche Entwicklung und insbesondere über unsere Spielweise zum Ausdruck bringen.»

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Der frühere Schalke-, Hannover- und Paderborn-Trainer erklärt in «Sport Bild» auch seine Philosophie: «Wir spielen geradlinig nach vorne, pressen hoch, im Grunde spielen wir RB-Leipzig-Fussball wie unter dem ehemaligen Trainer Julian Nagelsmann. Dazu entwickeln wir Nationalspieler.» Dass man den Topklubs FC Basel und YB mit ihrem deutlich besseren finanziellen Hintergrund Paroli biete, «macht mich stolz», so Breitenreiter.

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