Constantin spricht Klartext – Grosso ist Trainer auf Bewährung

pat

3.3.2021

Sion-Boss Christian Constantin hat nach dem bitteren 0:2 gegen Vaduz die Reissleine nicht gezogen und hält an seinem Trainer fest – zumindest für zwei Spiele.

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3.3.2021

Nach 22 von 36 Runden trennen den Tabellenzweiten (Basel) und Schlusslicht Vaduz lediglich zehn Punkte. Alleine diese Tatsache zeigt, dass sich die Teams auf einen verrückten Abstiegskampf einstellen müssen. Gleichzeitig dürfen sich fast alle noch Chancen ausrechnen, das europäische Geschäft zu erreichen. Doch das Verhindern des Abstiegs hat klar Priorität.

Besondere Brisanz verspricht die Partie zwischen Lugano und Sion (Donnerstag, 18:15 Uhr live auf «blue Sport»). Sollte Vaduz am Mittwoch zu Hause gegen Lausanne (20:15 Uhr live auf «blue Sport») punkten, so wären die Liechtensteiner zumindest über Nacht die Rote Laterne los. Dem zweitbesten Rückrundenteam ist ein Sieg über das zweitschlechteste Rückrundenteam durchaus zuzutrauen, auch wenn Lausanne zuletzt drei Spiele in Folge nicht verloren hat.

Constantin: «Was bringt ein Wechsel drei Tage vor einem Spiel? Nichts!»

Unabhängig davon, wie die Partie im Ländle ausgehen wird, steht Sion-Coach Fabio Grosso unter strenger Beobachtung. Das untermauern die klaren Aussagen von Sion-Boss Christian Constantin im «Blick». Nach der Niederlage am letzten Sonntag gegen Vaduz sei der Gedanke präsent gewesen, dass man mit Fabio Grosso absteige. Dessen «Glück» war es, dass die Mannschaft bereits unter der Woche wieder im Einsatz steht. Oder wie es Constantin formuliert: «Was bringt ein Wechsel drei Tage vor einem Spiel? Nichts! Also versuche ich, diese Woche irgendwie durchzubringen. Mit Fabio, dem das 0:2 gegen Vaduz auch zugesetzt hat. Nach den Spielen gegen Lugano und in Lausanne ziehe ich Bilanz.»

Wie viele Punkte Grosso mit seinem Team in diesen beiden Spielen holen muss, ist nicht bekannt. Lautet die Devise: Verlieren verboten. Oder doch eher Siegen oder Fliegen? Am Ende des Tages könnte es auch ein Mix sein, also mindestens vier Punkte aus zwei Spielen.

Wie sieht die Grosswetterlage im Tessin aus?

Gespannt darf man auch nach Lugano blicken, denn dort hält mit Angelo Renzetti ebenfalls ein bei Trainern berüchtigter Präsident die Fäden in der Hand. Und mit zuletzt sieben sieglosen Spielen in Folge konnte Maurizio Jacobacci keine Werbung in eigener Sache betreiben. Zumindest auf eine Vertragsverlängerung wartet der 58-Jährige vergebens. Die Zukunft des Trainers ist ungewiss – und dies, nachdem Lugano die beste Vorrunde seit Einführung der Super League im Jahr 2003 gespielt hat.

Ein Meisterrennen gibt es in dieser Saison nicht, dafür ist YB zu dominant. Dafür verspricht der Abstiegskampf umso mehr Spannung. Für die (neutralen) Fans sind das gute Nachrichten.


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