Erinnerungslücken bei Greuel: «Ich war zu wenig vorsichtig»

4.11.2019 - 23:05, lbe

Kann zwei Wochen nach seinem schweren Unfall wieder arbeiten: YB-CEO Wanja Greuel.
Bild: Keystone

Zwei Wochen nach seinem schweren Unfall ist YB-CEO Wanja Greuel zurück in seinem Büro. Obwohl er sich nicht mehr an den verhängnisvollen Moment erinnert, weiss der 41-Jährige, dass er grosses Glück hatte.

Es passiert in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 20. Oktober. Nach dem Heimspiel der Young Boys gegen Xamax im Stade de Suisse, das die Berner mit 4:1 gewinnen, wird Wanja Greuel beim Bollwerk in Bern um 01:45 Uhr von einem Auto erfasst. Laut einem Augenzeugen wird der YB-CEO hoch durch die Luft geschleudert und muss wiederbelebt werden.

Nur zwei Wochen später taucht der 41-Jährige wieder bei der Arbeit auf. «Mir geht es gut, fantastisch sogar. Ich bin seit Montag wieder im Büro. Aber mir ist bewusst, dass ich riesengrosses Glück gehabt habe. Und dafür bin ich sehr dankbar», sagt Greuel im Interview mit «20min». Von der Unfallnacht weiss er nicht mehr viel, für ein paar Stunden habe er eine Amnesie. «Ich weiss nur noch, dass wir im Stade de Suisse zu viert in ein Taxi stiegen und dann unterhalb des Bollwerks in der Innenstadt ausstiegen. Und das nächste, woran ich mich erinnere, ist das Aufwachen im Spital am Sonntagmorgen.»

Das Unfallauto bei der Bushaltestelle Bollwerk/Schützenmatte.
Infolge der Unfallarbeiten war das Bollwerk für rund drei Stunden komplett gesperrt.
YB-CEO Wanja Greuel wurde angefahren und schwer verletzt, er schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr.
Der Autofahrer und seine Beifahrerin blieben unverletzt.
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«Es geht mir wirklich gut»

Dank Zeugen wisse er nun aber ziemlich genau, wie es ablief. «Wir wollten über die Strasse und sahen ein Auto, das nicht so schnell fuhr», erklärt Greuel. Deshalb sei die Gruppe davon ausgegangen, genug Zeit zu haben. «Aus unserem toten Winkel muss dann ein zweites Auto die Fahrbahn gewechselt und das andere Fahrzeug überholt haben.»

Ein weiterer YB-Mitarbeiter wird leicht touchiert, Greuel hat weniger Glück – oder besser gesagt Glück im Unglück. «Ich wurde voll erwischt und lag irgendwann am Boden. Ich hatte sehr viele Schutzengel.» So auch zwei Ärzte, die den Unfall per Zufall beobachten und die notwendigen Erste-Hilfe-Aktionen vornehmen. Greuel bleibt von schweren Verletzungen verschont. «Ich habe tatsächlich keine groben Blessuren erlitten. Es gab Operationen an der Stirn und am Ellenbogen, zwei Zähne wurden in Mitleidenschaft gezogen. An der Stirn habe ich eine kleine Narbe, aber es geht mir wirklich gut.»

Bereits am Donnerstag in Rotterdam

Obwohl der Autofahrer zu schnell gefahren sein soll, sucht der YB-CEO den Fehler bei sich. «Ich will niemandem anderes die Schuld an meinen Unfall geben. Es tut mir für alle leid, was passiert ist.» Vielmehr habe sich wieder einmal gezeigt, dass es nicht immer sinnvoll ist, etwas möglichst schnell zu tun. «Ich war zu wenig vorsichtig.»

Bereits für diesen Donnerstag will Greuel mit der Mannschaft nach Rotterdam reisen, wo für YB das wichtige Spiel in der Europa League (21.00 Uhr) ansteht. Auf Telelclub sehen Sie die Partie live.


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