FC Zürich und Luzern: Diese Spieler könnte es hart treffen

Syl Battistuzzi

31.3.2020 - 09:00

Die Verträge von Christian Schwegler (l.) und Levan Kharabadze laufen aus.
Bild: Keystone

Zurzeit ruht in der Super League der Spielbetrieb. Bei einigen Spielern läuft der Vertrag im Sommer aus, weshalb sie vielleicht nie mehr für ihren aktuellen Klub auflaufen werden. «Bluewin» nimmt die Situation unter die Lupe. 3. Teil: Zürich und Luzern.

    

Auslaufende Verträge

FC Zürich

Andris Vanins

Über zehn Jahre ist der Lette schon in der Schweiz. Der Goalie kam im Sommer 2016 von Sion, wo er sieben Jahre lang gespielt hatte. Beim FCZ trug er lange auch die Captainbinde, ehe Coach Ludovic Magnin im Frühjahr 2018 auf den jüngeren Yanick Brecher setzte. Der 99-fache Internationale ist seither die klare Nummer 2, hat aber trotz seiner 39 Jährchen offiziell noch nicht genug. Wahrscheinlich nehmen ihm die FCZ-Bosse den Entscheid ab, indem sie den 22-jährigen Österreicher Osman Hadzikic befördern.


Pa Modou

Seit über zwölf Jahren ist Pa Modou in der Schweiz – in Wil, St. Gallen, Sion und beim FC Zürich stand er unter Vertrag. Doch letztes Jahr war der Linksverteidiger plötzlich vertragslos, weil der Klub wegen seiner Rückenprobleme nicht mehr auf ihn setzte. Als dann beim FCZ wenig später plötzlich auf seiner Position Not herrschte, sprang der 30-jährige Gambier ein und spielte wieder. Sein Pech ist: Seine Konkurrenten Kempter, Kharabadze und Pedersen sind jünger und können dem Klub bei einem Verkauf mehr Geld einbringen. Sein Glück: Bisher überzeugte keiner von ihnen wirklich.


Michael Kempter

Auch der 25-Jährige gehört eigentlich zu Pa Modous Konkurrenten, doch er erlitt in seiner Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse und fehlte deshalb kumuliert über zwei Jahre. Stand in der aktuellen Saison nur einmal auf dem Platz und spielt ansonsten im Nachwuchsteam. Schwierige Voraussetzungen für Kempter – vielleicht zeigt Präsident Ancillo Canepa Mitleid mit dem Pechvogel.


Levan Kharabadze

Mit dem Zuzug des Georgiers Anfang 2019 wollte der Klub seine Baustelle hinten links schliessen. Der inzwischen 20-Jährige zeigte in seinen Auftritten Licht und Schatten: Offensiv vermag er meistens zu überzeugen, defensiv nicht immer. Der dreifache Internationale ist zwar seit dem letzten Herbst verletzt, trotzdem wird man nur schon aus wirtschaftlicher Sicht mit ihm verlängern. 


Mads Pedersen

Der Däne kam bei seinem Stammverein Augsburg nur zu drei Einsätzen. Spielpraxis sollte er sich beim FCZ holen, zu dem er in der Winterpause stiess. Doch bereits sein zweiter Auftritt geriet zum Debakel: Bei der 0:4-Heimniederlage gegen den FCB sah er dermassen schlecht aus, dass Pedersen bereits nach einer halben Stunde ausgewechselt wurde. Keine guten Karten im Vertragspoker.


Sangoné Sarr 

Unter Uli Forte kam der Senegalese noch regelmässig zum Einsatz, danach war der Mittelfeldspieler nicht mehr gefragt. Zuletzt war Sarr an Rapperswil ausgeliehen, nun stehen die Zeichen für den mittlerweile 27-Jährigen auf Abschied.

Pa Modou (l.) und Sagoné Sarr vor unsicherer Zukunft beim FCZ.
Bild: Keystone
    

Auslaufende Verträge

FC Luzern

David Zibung 

Sportlich ist der Goalie zwar seit Längerem nicht mehr gefragt, doch in der Kabine ist das FCL-Urgestein wichtig wie eh und je. Nun zieht der 36-Jährige einen Schlussstrich unter seine beeindruckende Karriere. 


Christian Schwegler

Das Eigengewächs rennt auch mit 35 Jahren noch die Linie rauf und runter. Immer noch ein Leistungsträger. Kein Wunder, hat Coach Fabio Celestini den Routinier auch zum Captain bestimmt. Wird also noch eine Weile in der Innerschweiz zu bewundern sein.


Ryder Matos 

Der brasilianische Globetrotter ist von Udinese mit einer Kaufoption ausgeliehen. Bekam bis zum Unterbruch immer mehr Spielzeit. Wahrscheinlich bleibt der 27-Jährige dem FCL treu.


Simon Grether 

Der beim FC Basel ausgebildete Fribourger ist seit 2016 ein sicherer Wert. Egal unter welchem Trainer und auf welcher Position, Grether spielt. Der Verein wird den 27-Jährigen sicher weiter halten wollen.


Shkelqim Demhasaj

Seit 2017 ist der Angreifer im Kader, schaffte es aber nie, sich als Stammkraft zu etablieren. Die aktuelle Spielzeit verläuft ebenfalls enttäuschend für den Schaffhauser, der auch schon in der kosovarischen Nati auflief. In 15 Einsätzen gelang dem 23-Jährigen kein Tor. Wahrscheinlich ist eine Trennung für beide Seiten am sinnvollsten.


Zurück zur StartseiteZurück zum Sport