Hoarau nimmt Abschied: «Ich habe meine Mission erfüllt»

lbe

1.9.2020 - 08:02

«ADIÖ MITÄNANG»: Nach sechs Jahren verlässt Guillaume Hoarau die Young Boys wieder.
Bild: Keystone

Mit dem ersten Double seit 1958 verabschiedet sich Guillaume Hoarau nach sechs Jahren von den Berner Young Boys. Eine Rückkehr ins Wankdorf scheint wahrscheinlich – allerdings als Gegner.

Dank des 2:1-Finalsiegs über den FC Basel am Sonntag gewinnen die Young Boys zum ersten Mal seit mehr als 60 Jahren das Double aus Schweizer Cup und Meisterschaft. Gleichzeitig endet mit dem letzten Spiel der Saison 2019/20 aber auch die Ära von Publikumsliebling Guillaume Hoarau.



Für den Stürmer hätte die Zeit bei YB aber nicht besser enden können. «Das Wichtigste ist, gut aufzuhören. In der Musik sagt man, Moll ist traurig. Und mit einer traurigen Note wollte ich nicht aufhören», sagt Hoarau im Gespräch mit dem vereinseigenen TV.

Umso dankbarer ist der 36-Jährige deshalb, dass er sich mit YB auf einen Verbleib bis nach dem Cupfinal einigen konnte. «Weil ich wollte den Schweizer Cup schon immer mal gewinnen. Es erfüllt mich mit viel Stolz, dass ich sagen kann, ich habe meine Mission erfüllt. Ich habe reüssiert. Wir haben reüssiert. Wir haben in der Schweiz alles gewonnen.»

Baldige Rückkehr ins Wankdorf?

Hoarau betont die harte und lange Arbeit, die hinter dem jüngsten Erfolg steckt. «Es war eine lange Reise. YB hat 32 Jahre auf einen Titel gewartet. Ich will nicht sagen, wir haben das Entscheidende geändert, auch während dieser 32 Jahre wurde hart gearbeitet. Aber ich habe meinen Teil dazu beigetragen», erklärt der Stürmer und fügt an: «Ich verlasse YB mit dem Gefühl, dass ich meine Arbeit gemacht habe.»

Auch aus diesem Grund wünscht sich Hoarau, dass man ihn in der Hauptstadt auch nicht ganz so schnell vergisst. «Ich hoffe, ich bleibe in den Herzen der Leute hier. Auf jeden Fall habe ich sie in mein Herz geschlossen.»

Zudem ist durchaus möglich, dass er irgendwann wieder im Wankdorf aufläuft. Denn ein Karriereende kommt für den Franzosen noch nicht infrage. «Ich will weiterspielen und suche eine neue Herausforderung. Ich bin mit Schweizer Vereinen im Gespräch. Das wird speziell sein: Mit anderen Farben im Wankdorf zu spielen. Aber so ist der Fussball, so ist das Leben.»


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