Scherbenhaufen FCZ? Lulic kommt nicht, wichtige Stützen weg, Trainersuche läuft

pat

3.6.2021

Mit Benjamin Kololli verlässt einer der besten FCZ-Skorer den Verein.
Bild: Keystone

FCZ-Präsident Ancillo Canepa hat angekündigt, dass es zu einem Umbruch kommen wird. Damit liegt er goldrichtig, doch vieles scheint derzeit nicht nach Plan zu laufen.

pat

3.6.2021

Mit Senad Lulic hätte ein Routinier nach Zürich gelotst werden sollen, der den Schweizer Fussball bestens kennt, zuletzt aber zehn Jahre lang in der Serie A bei Lazio Rom auf höchstem Niveau gespielt hat. Mit seinen 35 Jahren zwar nicht mehr der jüngste, dafür umso reicher an Erfahrung. Nicht selten führte Lulic die Römer als Captain aufs Feld, ein Leithammel also, der gerade jüngeren Spielern extrem viel hätte mit auf den Weg geben können. Doch offenbar ist der Transfer, der vor rund zwei Wochen vielerorts als fix vermeldet wurde, kurz vor der Vertragsunterzeichnung geplatzt.

Knapp zwei Wochen vor dem Trainingsstart am 16. Juni gibt es noch viele weitere Baustellen. Nach Toni Domgjioni (Vitesse Arnheim) verlässt mit Benjamin Kololli ein weiterer FCZ-Topshot den Klub ablösefrei. Der 29-jährige Nationalspieler des Kosovo (in 92 Spielen für den FCZ erzielte er 26 Tore und bereitete 19 vor) sieht sich wohl zu Höherem berufen.

Wie sieht es bei EM-Fahrer Becir Omeragic aus?

Ein weiterer gewichtiger Abgang scheint alles andere als unrealistisch. Becir Omeragic, der 19-jährige Schweizer Nationalspieler, dürfte das Interesse so mancher Klubs geweckt haben. Sollte er an der EM auch noch seine Einsatzminuten bekommen, so wird er wohl nur schwer in Zürich zu halten sein. Immerhin läuft sein Vertrag noch bis Sommer 2023, da liesse sich im Falle eines Abgangs zumindest die Klubkasse ordentlich füllen.

Mit Hekuran Kryeziu, Adrian Winter und Ersatzgoalie Novem Baumann hat der FCZ die Verträge aus freien Stücken nicht verlängert.

Und wie sieht es mit Neuverpflichtungen aus? Bis jetzt ist nur bekannt, dass der zuletzt zwei Jahre an Wil ausgeliehene Bledian Krasniqi zurückkehrt. Der 19-Jährige hat in Wil viel Spielpraxis gesammelt, muss aber erst noch beweisen, dass er auch dem Niveau in der Super League gewachsen ist – zutrauen darf man ihm das durchaus.

Wer übernimmt als Trainer/in?

Bekannt ist längst, dass kommende Saison nicht mehr Massimo Rizzo an der Seitenlinie stehen wird. Noch nicht bekannt ist dagegen, wer seinen Platz einnehmen wird. Idealerweise findet man diesbezüglich rasch eine Lösung, am besten wäre es, könnte der neue Trainer (oder wird es gar eine Trainerin?) bei der Verpflichtung neuer Spieler auch gleich noch ein Wörtchen mitreden. Doch die Uhr tickt, bereits in rund sieben Wochen wird in der Super League wieder um Punkte gekämpft – und die Vorbereitung beginnt wie bereits erwähnt am 16. Juni.



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