Super League vor Gross-Reform: Zwölf Teams und Comeback der Finalrunde?

21.8.2019 - 10:06, SB10

In der höchsten Schweizer Fussball-Liga wird über Änderungen diskutiert.
Bild: Keystone

Die Swiss Football League (SFL) befasst sich mit Fragen nach der idealen Struktur und dem besten Modus für die Super League und die Challenge League. Ab 2021 könnte vieles anders werden.

Anlässlich der Generalsversammlung wird den Klubs vorgeschlagen, die höchste Liga auf zwölf Klubs aufzustocken und einen zweistufigen Modus einzuführen.

Vor zwei Jahren hatte die SFL die Strukturen der beiden höchsten Schweizer Fussball-Ligen und deren Spielmodus überprüft. Am Ende des Prozesses waren grundsätzlich die Bereitschaft und der Wunsch vorhanden, die Super League von zehn auf zwölf Klubs zu erweitern.

Die Diskussionen führten im November 2017 bei der grossen Mehrheit der Klubvertreter allerdings noch zur Haltung, dass die Zehnerliga mit dem aktuell ausgetragenen Modus die beste Lösung darstelle. Die Zeit war offensichtlich noch nicht reif und verschiedene Punkte sprachen gegen eine Umsetzung, worauf auf die Saison 2018/19 hin einzig die Barrage zwischen dem Neuten der Super League und dem Zweitplatzierten der Challenge League eingeführt wurde.

Anlässlich von den zwei Klubtreffen der beiden obersten Spielklassen im Frühling 2019 forderte eine Mehrheit der Klubs die SFL auf, die Diskussion über die Aufstockung der Super League auf zwölf Teams erneut aufzunehmen. Im Vergleich zu 2017 hat sich die Ausgangslage in verschiedenen Punkten verändert. So ist die SFL zum Beispiel im Bereich der TV-Rechte frei, über Format und Modus zu entscheiden, weil eine allfällige Änderung exakt mit dem Beginn der neuen Vertragsphase ab 2021/22 umgesetzt werden kann.

Das Komitee der SFL hat den Auftrag der Klubs entgegengenommen und an seiner letzten Sitzung den folgenden Vorschlag erarbeitet, der nun mit den Klubs im Detail besprochen werden soll:


Die Traktandenliste

▶ Aufstockung der Super League auf zwölf Klubs (eine mögliche Erweiterung auf 14 oder mehr Klubs wird wegen fehlendem Potenzial an Klubs und Modus-Schwierigkeiten verworfen).

▶ Zweistufiger Modus in der Super League mit 22 Qualifikationsrunden und einer zweiten Phase mit sechs Klubs in der Finalrunde (zehn Spiele) und sechs Klubs in der Platzierungsrunde (zehn Spiele); nach den ersten 22 Runden sollen die Punkte halbiert werden (Variante: Punkte bleiben erhalten).

▶ Der Letztplatzierte der Super League (Rang zwölf) steigt direkt in die Challenge League ab, der Klub auf Rang elf bestreitet die Barrage gegen den Zweiten der Challenge League.

▶ Der Sieger der Platzierungsrunde (Rang sieben) erhält die Chance, in einem Playoff mit Hin- und Rückspiel dem letzten für die Qualifikation zur UEFA Europa League berechtigten Klub (Rang drei oder vier) diesen Platz im europäischen Wettbewerb streitig zu machen.

▶ Status Quo in der Challenge League mit 10 Klubs und heutigem Modus.


In der Übergangssaison 2020/21 sollen zwei Klubs aus der Challenge League direkt in die Super League aufsteigen, der letzte Platz in der neuen Zwölferliga soll in einer Barrage mit Hin- und Rückspiel zwischen dem Zehnten der Super League und dem Dritten der Challenge League ausgespielt werden. Aus der Promotion League gibt es zwei Aufsteiger. Es ist angedacht, dass auch hier der Zehnte der Challenge League mit dem Dritten der Promotion League in einer Barrage mit Hin- und Rückspiel um den letzten Platz in der Challenge League spielt.

Entscheidung am 22. November

Das Ziel ist es, anlässlich der Generalversammlung der SFL vom 22. November 2019 einen definitiven Entscheid zu fällen, damit die neue Struktur und der neue Modus auf die Saison 2021/22 eingeführt werden können. Für die Änderungen ist eine Zweidrittelsmehrheit innerhalb der SFL erforderlich. Eine Aufstockung der Anzahl Klubs muss zusätzlich auch von den anderen Abteilungen innerhalb des SFV befürwortet und abgesegnet werden. 

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