Zdravko Kuzmanovic schiesst gegen FCB: «Mit Degen wird es nicht besser»

tbz

4.5.2021

Zdravko Kuzmanovic (links) und Kevin Bua (mittig) vor ihrer Verabschiedung durch FCB-Präsident Bernhard Burgener.
Bild: Keystone

Der ehemalige Mittelfeldspieler Zdravko Kuzmanovic äussert sich gegenüber Tele Basel über die aktuelle Führungskrise beim FCB. Für den Serben ist klar: Auch mit David Degen sähe die Zukunft in Basel nicht rosig aus.

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4.5.2021

«Der FCB ist sicherlich nicht auf der Höhe, auf der er sein sollte. Das Team tut sich unglaublich schwer momentan», so der 33-Jährige, der im Sommer 2020 in Basel seine Karriere beendete. Den Ursprung des Problems sieht Kuzmanovic in der Führungsetage. «Wenn du Hunderte von Fans hast, die zum Stadion kommen und ihr Ticket zurückgeben, dann wird viel falsch gemacht.»

Im anhaltenden Machtkampf zwischen Bernhard Burgener und David Degen will sich der Serbe auf keine Seite stellen. «Mit David Degen wird es sicher nicht besser. Er hat keine Erfahrung. Er hat noch nie einen Verein geführt. Ich denke nicht, dass er dem FCB weiterhelfen kann. In dem Moment, wo er den FCB übernehmen wird, wäre trotzdem immer noch Chaos. Oder vielleicht sogar noch mehr.»

«Das hat Sforza komplett falsch gemacht»

Auch Ex-Trainer Ciriaco Sforza kriegt sein Fett weg. «Ich hätte sicher ein grosses Problem damit gehabt, wenn einer die ganze Zeit hinter dem Rücken reingeschrien hätte», so Kuzmanovic – und weiter: «Der Spieler ist auf das Spiel fokussiert. Er hat manchmal seine eigenen Ideen und wenn jedes Mal jemand von aussen Anweisungen reinruft, damit hätte ich ein riesiges Problem gehabt.»

Auch die Art und Weise, wie Sforza mit jungen Spielern umgegangen ist, befriedigt den Serben nicht. «Ein Junger muss auch mal einen Fehler machen dürfen. Wenn dann immer wieder vom Trainer ein Kommentar kommt, ist das nicht förderlich. Man muss den Spieler aufbauen und ihm auch das Vertrauen geben. Das hat Sforza komplett falsch gemacht.»

Vom aktuellen Mann an der Basler Seitenlinie Patrick Rahmen hält der Ex-Mittelfeldspieler deutlich mehr: «Er vertritt eine sehr gute Mischung. Er kann auch sehr unangenehm werden. Er hat sein Ziel. Er weiss, was er will. So ruhig, wie er rüberkommt, ist er nicht unbedingt. Ich finde das aber gut.»