Ex-Teamkollege FerdinandEx-Teamkollege Ferdinand: «Mir stockt der Atem – Was Ronaldo in Russland macht, ist illegal»
SDA
16.6.2018 - 10:59
Nach dem 3:3 zwischen Portugal und Spanien verneigt sich die Fussball-Welt vor Cristiano Ronaldo. Die Partie geht als eines der spektakulärsten WM-Spiele der jüngeren Vergangenheit in die Annalen ein.
Wieder einmal war Cristiano Ronaldo der Hauptdarsteller in einem grossen Spiel. Mit seiner 51. Karriere-Triplette führte der portugiesische Stürmerstar sein Team fast im Alleingang zum Punktgewinn gegen Turnierfavorit Spanien. Mitspieler und Gegner, Kritiker und Sympathisanten staunten.
Das Netz feiert den überragenden Ronaldo
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Ronaldos Teamkollege Bernardo Silva setzte wie viele seiner Kollegen zu einer Lobeshymne an: «Ronaldo ist wie geschaffen für solche Spiele, seit zehn Jahren zeigt er das. Und er wird jedes Jahr besser. Ich bin sehr glücklich, mit ihm in einem Team sein zu können.» Portugals Trainer Fernando Santos hob auch Ronaldos mentale Stärke hervor: «Er ist nicht nur technisch und physisch unglaublich, sondern auch sehr robust im Kopf. Er hat ein immenses Vertrauen in sich selbst, nach dem 2:3 ging er als Leader unseres Teams voran.»
Aus der Ferne kommentierte Rio Ferdinand, Englands Ex-Nationalspieler und früherer Teamkollege Ronaldos bei Manchester United: «Mir stockt der Atem. Was Ronaldo in Russland macht, ist illegal.» Ronaldo selbst schien seine eigene Leistung nicht sonderlich beeindruckt zu haben. «Das ist ein schöner Erfolg – ein weiterer in meiner Karriere», hielt der fünffache Weltfussballer nüchtern fest.
Ganz alltäglich war seine Performance nicht. Den Ausgleich besorgte er in der 88. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoss aus gut 20 Metern Entfernung, nachdem er zuvor an grossen Turnieren mit Portugal bei ruhenden Bällen in 44 Anläufen nicht erfolgreich gewesen war. Er holte den Freistoss selbst raus, wie auch den Penalty, den er in der 4. Minute verwandelte.
Einen Anteil am energiegeladenen Galaauftritt hat Zinédine Zidane. Real Madrids abgetretener Trainer dosierte die Einsatzzeit seines inzwischen 33-jährigen Schützlings während der Saison geschickt. Er schaffte es, den torgierigen Ronaldo von den Vorzügen der Erholungspausen zu überzeugen.
Hierro lobt Ronaldo und nimmt De Gea in Schutz
Bei den Spaniern wich der anfängliche Ärger über den vergebenen Sieg nach den turbulenten Tagen mit dem Trainerwechsel zwei Tage vor dem Spiel rasch. Julen Lopeteguis Nachfolger Fernando Hierro drückte seinen Stolz auf seine Mannschaft aus: «Die Spieler haben Charakter und Engagement gezeigt nach den komplizierten Tagen.» Auch für Hierro war Ronaldo der Hauptgrund dafür, dass es nicht zum Sieg reichte: «Wir verpassten es, das 4:2 zu machen, und wenn der Gegner einen Ausnahmekönner wie Ronaldo in den Reihen hat, dann kommt es eben so raus.»
David de Gea, der im Internet wegen seines Patzers zum 1:2 in Anlehnung an Loris Karius' schwarzen Abend im Champions-League-Final den Übernamen «David de Karius» erhielt, nahm Hierro in Schutz. «Schlechtere Spiele kommen vor. Das ist menschlich und kein Grund, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln.» Schwerwiegende Folgen haben die spanischen Aussetzer zunächst nicht. Zwar führt der Iran die Gruppe nach dem Last-Minute-Sieg gegen Marokko vorerst an, die Spanier wussten aber gegen Portugal durchaus zu überzeugen.
Bemerkenswert war an diesem zweiten WM-Tag, dass alle sechs Torschützen des Abendspiels ihr Geld in Madrid verdienen: Spaniens Doppeltorschütze Diego Costa bei Europa-League-Sieger Atlético, Ronaldo und Nacho bei Real. Am Nachmittag hatte zudem Atléticos Innenverteidiger José Gimenez den Siegtreffer für Uruguay gegen Ägypten erzielt. Nur das Eigentor von Aziz Bouhaddouz bei Marokkos 0:1 gegen den Iran ging nicht auf das Konto eines Madriders.
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