Gareth Bale bei Einwechslung gnadenlos ausgepfiffen

Luca Betschart

24.11.2019

Lässt sich bei seiner Einwechslung nicht beeindrucken: Gareth Bale.
Bild: Getty

Weil sich Gareth Bale nach der gesicherten EM-Quali mit Wales «einen kleinen Spass» gegenüber Real Madrid erlaubt hatte, wird er im Heimspiel gegen Real Sociedad von den eigenen Fans mit Pfiffen eingedeckt.

Dank des 3:1-Erfolgs über Real Sociedad bleibt Real Madrid im Gleichschritt mit Tabellenführer Barcelona. Der souveräne aber glanzlose Heimsieg hat allerdings einen faden Beigeschmack. Gareth Bale, der bis zur 67. Minute auf der Bank sitzt, wird nach seiner Auswechslung bei jeder Ballberührung ausgepfiffen – und zwar von den eigenen Fans. Was ist passiert?

Der Waliser zog den Ärger des eigenen Anhangs mit einer Aktion während der Nationalmannschaftspause auf sich. Nach der geschafften EM-Qualifikation posierte er mit Teamkollegen mit einer Flagge, auf der «Wales. Golf. Madrid. In dieser Reihenfolge» steht – eine Anspielung auf die einstige Kritik der Real-Legende Predrag Mijatovic. «Ihn interessiert zuallererst die Nationalmannschaft von Wales. Dann kommt Golf, und erst dann Madrid», warf der ehemalige Stürmer Bale vor.



Die Anhänger von Wales sangen die Parole dann bereits während der Partie. «Ich habe das gehört, insbesondere als ich auf der Bank sass und die Jungs neben mir gelacht haben. Es war ein netter, kleiner Spass«, findet Bale. Weniger gut kommt die Aktion bei den stolzen Fans des «Weissen Balletts» an – und das kriegt der Waliser am Samstag zu spüren.

Rückendeckung von Zidane

Als er nach etwas mehr als einer Stunde den Rasen betritt, wird er mit Pfiffen und Buhrufen eingedeckt, die fortan bei jeder Ballberührung ertönen. Der 30-Jährige lässt sich dadurch aber nicht aus dem Konzept bringen und ist massgeblich an der Entstehung des entscheidenden Treffers durch Luka Modric beteiligt.

«Das ist schon den besten Spielern passiert. Heute hat es eben Bale getroffen. Ich finde, er hat sehr gut ins Spiel gefunden», verteidigt Trainer Zinedine Zidane seinen Schützling. Der Franzose will aber auch den eigenem Anhang keine Vorwurf machen: «Wir können das nicht kontrollieren. Sie sind frei, das zu tun, was sie wollen. Jeder darf seine Meinung haben und kundtun.» Ob sich die Meinung der Fans nach Bales überzeugendem Auftritt geändert hat?

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