Die fünf grössten Fehler der neuen Spielerbewertungen

tbz

16.9.2020 - 08:30

Ronaldo dürfte nicht über alle seine Werte im neuen Spiel glücklich sein.
Bild: Keystone

Zockerfans aufgepasst: Am 6. Oktober kommt FIFA 21 in die Läden. «Bluewin» hat die Spielerbewertungen der neuesten Edition des Fussball-Simulation-Klassikers analysiert und ist dabei auf ein paar echt schockierende Fehler gestossen.

Lionel Messi ist in der neuesten FIFA-Ausgabe mit einer Gesamtbewertung von 93 der beste Spieler. Dahinter folgen Cristiano Ronaldo (92) und Robert Lewandowski (91). Die gesamte Top-10 sieht wie folgt aus:

1. Lionel Messi, 93*
2. Cristiano Ronaldo, 92
3. Robert Lewandowski, 91
4. Neymar, 91
5. Kevin de Bruyne, 91
6. Jan Oblak, 91 
7. Virgil van Dijk, 90
8. Kylian Mbappé, 90
9. Mohamed Salah, 90
10. Sadio Mané, 90

So weit, so gut. Diese Werte lassen sich kaum kritisieren. Was aber einige der restlichen Spieler für Bewertungen aufgebrummt bekamen, ist teilweise schlicht schockierend. Hier sind die fünf grössten Fehler der FIFA-Bewertungen.

*Spieler werden bei FIFA 21 auf einer Skala von 1 bis 100 bewertet.



1
Jadon Sanchos und Serge Gnabrys Geschwindigkeit

Die beiden Bundesliga-Flitzer sind berüchtigt für ihre brandgefährlichen Tempo-Dribblings. Kaum ein Verteidiger kann mit der Antrittstärke und Geschwindigkeit der beiden Flügelspieler mithalten. Aus unerfindlichen Gründen scheint dies den Machern des Spiels aber nicht aufgefallen zu sein. Die Geschwindigkeitswerte von Jadon Sancho (83) und Serge Gnabry (82) sind höchstens etwas über Durchschnitt. Verrückt.

2
Thiago und Werner zurückgestuft

Thiago krönte eine hervorragende Triple-Saison mit dem FC Bayern München in Lissabon mit dem Gewinn der Champions-League. Seine Passgenauigkeit in der Königsklasse betrug in der vergangenen Saison 91 Prozent. Auch Timo Werner kann auf eine höchst erfolgreiche Spielzeit zurückblicken. Für RB Leipzig erzielte der deutsche Nationalstürmer wettbewerbsübergreifend 34 Tore. 

FIFA-Fans erwarteten für beide Spieler klare Upgrades für die Wertung 2021. Nichts da! «EA Sports» entschied sich für das genaue Gegenteil und stufte beide Spieler von 86 auf 85 zurück. Skandalös.

3
Die Bewertung von Alphonso Davies

Zugegeben: Alphonso Davies hat bisher erst eine richtig erfolgreiche Saison auf dem Buckel. Und erfahrungsgemäss müssen junge Spieler immer ein paar Jahre warten, bis ihnen von «EA» anständige Bewertungen vergeben werden. Trotzdem: Einen 81er Wert für einen der aktuell besten Linksverteidiger der Welt ist völlig realitätsfremd. Damit schafft es Alphonso Davies nicht einmal in die Top-20 der Aussenverteidiger bei FIFA 21 und landet sogar hinter dem in München berüchtigten Juan Bernat (83). Zu wenig.

4
Kein Upgrade für Lukaku und Müller

Ähnlich wie bei Thiago und Timo Werner war für Romelu Lukaku (Inter Mailand) und Thomas Müller (Bayern München) eine klare Steigerung des Gesamtwerts (85) zu erwarten. Während «Euromelu» die Serie A in Grund und Boden schoss (23 Treffer) und auch international mit seinen Toren (9) für Aufmerksamkeit sorgte, assistierte Thomas Müller für die Triple-Bayern unglaubliche 26 Treffer. Dazu erzielte er auch noch 14 Tore selbst. 

Ein Upgrade gibt es für beide Spieler in FIFA 21 aber nicht. Beide bleiben auf 85 und müssen vielleicht sogar froh sein, nach einer bärenstarken Kampagne nicht à la Thiago und Werner heruntergestuft worden zu sein. Kurios.

5
Ronaldos Physis-Wert

Cristiano Ronaldo könnte trotz seiner 35 Jahre glatt mit einem Bodybuilder verwechselt werden. Der Körper des Fitnessfreaks scheint in den letzten zehn Jahren keinen Tag gealtert zu sein. Dementsprechend hoch müsste seine Physis-Bewertung im neuen FIFA 21 sein. Eigentlich.

Komischerweise ist dem aber nicht so. Ronaldo, dessen Gesamtbewertung (92) zwar überzeugt, weist einen Physis-Wert von gerade mal 77 auf. Das ist für einen der professionellsten Athleten der Welt definitiv zu niedrig. Eine Beleidigung.

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