Vorne top, hinten flop: Schweizer Verteidiger müssen einstecken

3.12.2018 - 12:43, tbz

Seferovic (links) ist zurzeit in Topform. Ganz im Gegensatz zu Fabian Schär.
Bild: Getty

Admir Mehmedi schiesst Hütters Frankfurt ab und auch Seferovic trifft. Die Schweizer Verteidiger müssen am Wochenende aber einiges einstecken. Hier sind die Tops und Flops des Wochenendes.


Arsenal   

Sattelfest

Granit Xhaka

Im Nord-London-Derby gegen Tottenham Hotspur zeigt Granit Xhaka eine überzeugende Vorstellung für Arsenal. Als Captain beweist der Schweizer enorme Spielübersicht und Passgenauigkeit. Sein Freistoss in der 9. Minute springt Verthongen im Strafraum an den Arm und führt zum Elfmeter, den Aubameyang zur 1:0-Führung der «Gunners» versenkt. Arsenal gewinnt letztlich mit 4:2.

Note der Redaktion: 5.5

Granit Xhaka lässt sich von Tottenhams Eric Dier nicht aufhalten.
Bild: Getty
Wolfsburg   

Treffsicher

Admir Mehmedi

Beim 2:1-Auswärtserfolg über Adi Hütters hochfliegende Frankfurter ist es Admir Mehmedi, der nach 31 Minuten für das vorentscheidende 1:0 der Gäste sorgt. Nach Zuspiel dringt der Schweizer Stürmer unbedrängt zentral links in den Strafraum vor und schiebt den Ball souverän in die rechte untere Torecke. In der zweiten Halbzeit verspringt ihm aus aussichtstreicher Position der Ball, ansonsten bleibt er eher unauffällig.

Note der Redaktion: 5


Dortmund   

Ruhiger Abend

Roman Bürki

Die Dortmunder Erfolgswelle hält weiter an. Auch gegen Freiburg gewinnen die Schwarzgelben. Im Tor wird Roman Bürki nicht wirklich getestet und spielt ohne Nationalmannschaftskollege Akanji (verletzt) zu Null. In der 42. Minute muss er allerdings das Glück für sich beanspruchen – ein Freistoss von Gondorf klatscht an die Latte. Da wäre der Schweizer wohl nicht mehr dran gewesen.

Note der Redaktion: 5

Bürki hat Glück, dass dieser Ball nur die Torumrandung trifft.
Bild: Keytone
Benfica   

Joker

Haris Seferovic

In der 82. Minute wird Haris Seferovic beim Stand von 3:0 eingewechselt. Der Nati-Stürmer braucht gerade Mal sieben Minuten und bereits klingelts im Kasten. Ein steiles Zuspiel von der linken Seite kann er zwar nicht mehr erlaufen, er reagiert nach einer glücklosen Abwehraktion des Torhüters aber am schnellsten und schiebt ein.

Note der Redaktion: 5


Hoffenheim   

Unglücksrabe

Steven Zuber

Steven Zuber spielt für Hoffenheim gegen Schalke von Beginn weg und scheitert in einer furiosen Startphase gleich zweimal mit einem Schlenzer aus der Distanz. Sein erster Schuss wird von Fährmann wunderbar pariert. Mit seinem zweiten Versuch bezwingt der Schweizer den Torhüter der Schalker zwar, der Ball klatscht aber nur an die Latte. Im weitern Verlauf des Spiels kann er keine wirklichen Akzente mehr setzen und wird in der 70. Minute ausgewechselt.

Note der Redaktion: 4.5


Liverpool   

Kämpferisch

Xherdan Shaqiri

Im Merseyside-Derby gegen Everton darf Xherdan Shaqiri für Liverpool von Beginn weg ran. Im offensiven Mittelfeld spielt er direkt hinter Mohamed Salah. Der wirblige Schweizer kämpft aufopfernd, es fehlen aber die zündenden Ideen. Beim Stand von 0:0 hat Shaqiri nach Zuspiel Salahs eine der grössten Chancen der Partie. Er zögert etwas zu lange und scheitert am herausragend parierenden Jordan Pickford im Tor der «Toffees». Das 1:0-Siegtor sieht Shaq dann nur noch von der Bank, er muss in der 71. Minute für Naby Keita Platz machen.

Note der Redaktion: 4.5

Am Einsatz lag es bei Shaqiri im Siel gegen Everton sicherlich nicht.
Bild: Getty
Newcastle   

Unsicher

Fabian Schär

In England kommt Schär weiterhin nicht auf Touren. Immerhin spielte der Schweizer beim 0:3 gegen West Ham 90 Minuten durch, überzeugen konnte er aber leider nicht. Beim 0:1 lässt er sich von Arnautovic aus dem Zentrum ziehen, so dass Chicarito unbedrängt einschieben kann. In der Nachspielzeit lässt er sich dann viel zu einfach von Felipe Anderson düpieren, der die Kugel lässig zum 0:3 einschiebt. Irgendwie will es für Schär in England nicht so richtig klappen.

Note der Redaktion: 3


Abteilung Gladbach 

Gladbach   

Chancenlos

Yann Sommer

Konnte beim 0:2-Dämpfer gegen Leipzig die beiden Gegentreffer unmöglich verhindern. Der Nati-Goalie zeigte ansonsten eine gute Leistung.

Note der Redaktion: 4.5


Gladbach   

Abstimmungsprobleme

Nico Elvedi

Innenverteidiger-Kollege Tony Jantschke zog einen rabenschwarzen Tag ein und die Zustimmung in der Abwehr stimmte teils überhaupt nicht. Ganz so schlimm stellte sich Elvedi nicht an, er war aber auch bei weitem nicht fehlerfrei. Werners Schnelligkeit stellte auch ihn vor Probleme.

Note der Redaktion: 4

Timo Werner brachte die Gladbacher Abwehr mit seiner Schnelligkeit völlig aus dem Konzept.
Bild: Keystone
Gladbach   

Tempo-Problem

Michael Lang

Er war nicht der einzige, der am Sonntag Probleme mit Timo Werners Schnelligkeit hatte. Der deutsche Nationalstürmer wirbelte häufig auf Langs linker Seite und setzte den Schweizer vor zu grosse Probleme.

Note der Redaktion: 3.5


Gladbach   

Unsichtbar

Denis Zakaria

Zakaria spielte gegen Leipzig eine etwas offensivere Rolle und trat nicht wirklich in Erscheinung. Die Gladbacher hatten zwar einige Chancen, der Schweizer war aber nicht häufig involviert. Vieles lief in diesem Spiel über Thorgan Hazard.

Note der Redaktion: 3.5

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