Favre drückt bei Shootingstar Sancho auf die Euphoriebremse

jar

2.11.2018

Lucien Favre fordert von Jadon Sancho weiterhin harte Arbeit.
Bild: Getty

Jadon Sancho ist der Überflieger der aktuellen Bundesliga-Saison. Der 18-Jährige hat mit vier Toren und sechs Assists grossen Anteil am Erfolg des BVB. Während Europas Top-Klubs den jungen Engländer schon ins Visier genommen haben, spart sich Trainer Lucien Favre die Lobeshymnen.

In den ersten sechs Ligaspielen kam Jadon Sancho nur zu Kurzeinsätzen. Weil er da aber immer überzeugen konnte und mit seiner Skorer-Quote verblüffte (ein Tor und fünf Assists in 124 Spielminuten), kam Lucien Favre in den folgenden Spielen in der Startelf nicht mehr um den 18-jährigen Engländer herum. Sancho dankte das Vertrauen mit weiteren Skorerpunkten, letzte Woche traf er beim 2:2 gegen Hertha doppelt.

Kaum ein anderer Spieler wird seit Saisonbeginn so in den Himmel gelobt wie der blutjunge Flügelstürmer. Und natürlich werden auch schon fleissig Gerüchte um einen Wechsel des Youngsters gestreut. Paris St. Germain, Manchester United und auch Arsenal sind laut dem britischen TV-Sender «Sky» an einer Verpflichtung interessiert. Allerdings hat Sancho seinen Vertrag in Dortmund erst vor wenigen Wochen bis 2022 verlängert.

Favre sieht noch viel Verbesserungspotenzial

Auf der Pressekonferenz im Hinblick auf das Spiel vom Samstag in Wolfsburg spricht Lucien Favre über seinen Rohdiamanten. «Er ist erst 18 und schon Nationalspieler in England, das ist sehr selten der Fall», so der Schweizer Coach. Trotzdem habe Sancho noch viel Luft nach oben. «Er hat noch viel Potenzial, um sich zu verbessern. Das weiss er auch. Und das ist auch ganz normal», so Favre, der womöglich ans Defensivverhalten des Angreifers denkt.

Trotzdem sagt der Trainer mit breitem Grinsen: «Er ist schon so gut. Er muss einfach weiter hart und ruhig arbeiten. Mit viel Spass – und fertig.» Favre will am Samstag auch in seinem 15. Pflichtspiel als BVB-Trainer punkten – und ganz nebenbei den Dortmunder Vereinsrekord von Thomas Tuchel brechen. Dieser blieb in der Saison 2015/16 nämlich – wie Favre bis anhin – in den ersten 14 Spielen ungeschlagen. 

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