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«Geil» – das sagt Sommer zu seinen zwei Penalty-Paraden gegen Ramos

jar

15.11.2020

Bis zum Samstagabend hatte Yann Sommer für die Nati noch keinen einzigen Penalty halten können – und dann kratzt er gleich zwei Elfmeter von Sergio Ramos. Der Goalie scheint es selbst kaum fassen zu können.

Frech lächelt Sommer dem Penalty-Schützen Sergio Ramos entgegen, Augenblicke bevor er abtaucht und den ersten Versuch des Spanien-Captains kratzt. Auf dieses Lächeln angesprochen, sagt der Nati-Goalie nach der Partie im «SRF»-Interview: «Ich meine, es ist Sergio Ramos, der anläuft.»

Ramos, der beim 1:1 gegen die Schweiz sein 177. Länderspiel für die spanische Nationalmannschaft bestritt und damit den legendären italienischen Torwart Gianluigi Buffon als europäischen Rekordhalter überholt hat. Wegen Sommer wird es für den 34-Jährigen dennoch ein ganz bitterer Abend. 

Zweimal schiesst Ramos rechts, zweimal ahnt Sommer die Ecke und pariert. «Wir spielen ja in der Champions League gegen sie (Anm. d. Red: Real Madrid). Deshalb habe ich mich schon ein paar Mal mit ihm beschäftigt, was die Penaltys anbelangt. Beim zweiten Schuss wollte er den Ball chippen – für mich ist's gut gegangen», erklärt der Gladbach-Keeper.

Gratulation oder Trost: Ramos und Sommer schenken sich nach dem Spiel eine Umarmung.
Bild: Getty

Die letzten 25 Elfmeter hatte Ramos allesamt verwandelt. Erst dreimal überhaupt in seiner Karriere hatte er vor dem Spiel gegen die Schweiz einen Penalty verschossen. Sommers lachende Reaktion auf diesen Fakt: «Geil!» Nicht nur mit seiner Leistung kann Sommer zufrieden sein. Er lobt auch die gesamte Mannschaft für eine «sehr gute kämpferische Leistung, wir sind sehr kompakt gestanden».



Auch Trainer Vladimir Petkovic ist zufrieden, auch wenn es wegen des späten Gegentores (89. Minute) erneut nicht zum ersten Sieg im Jahr 2020 gereicht hat. «Auf diese Mannschaft muss man stolz sein. Das war eine deutliche Leistungssteigerung, auch in mentaler Hinsicht. Wir haben das Glück erzwungen, und Yann Sommer trug mit den zwei gehaltenen Penaltys seinen Teil zum wichtigen Punkt bei», so der Nati-Coach.

Und weiter: «Vor dem Hintergrund der beiden Penaltys bin ich hochzufrieden mit diesem Punkt. Die Mannschaft zeigte jene Leidensbereitschaft, die ich von ihr eingefordert habe. Jetzt haben wir am Dienstag gegen die Ukraine alle Möglichkeiten, den Ligaerhalt selber zu schaffen.»


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