«Das sind die aktuell drei besten Stürmer» – Higuain verschmäht Ronaldo und Messi

SB10

18.11.2020

Bis vor kurzem Teamkollegen: Cristiano Ronaldo und Gonzalo Higuain.
Bild: Keystone

Gonzalo Higuain hat sowohl mit Cristiano Ronaldo als auch mit Lionel Messi gespielt. Für den Miami-Legionär gehören die beiden Superstars aber aktuell nicht zu den besten Stürmern.

In einem Interview mit ESPN meint Higuain: «Lewandowski, Haaland und Benzema sind jetzt die besten für mich.» Seine Wahl begründet der bestbezahlteste MLS-Söldner (sieben Millionen US-Dollar) folgendermassen: «Karim ist seit zwölf Jahren in der Fussball-Elite. Lewandowski skort überall. Und Haaland ist vielversprechend, er ist ein grossartiger Stürmer.»

Auf seinen Landsmann Messi angesprochen, der in seinen aktuellen Top 3 nicht dabei ist, antwortet er: «Es ist Magie. Alles wirkt für ihn ganz natürlich. Er ist so geboren, Leo macht alles mühelos. Das ist es, was ihn einzigartig macht.»

Der 32-Jährige zählt weitere Hochkaräter der jüngeren Fussball-Geschichte auf: «Wir haben Suárez, Lewandowski, Cavani, Benzema, David Villa, Ibrahimovic», sinniert «El Pipita». «Und den besten, der, ironisch gesprochen, im Himmel ist: Ronaldo (der Brasilianer). Ich wollte immer Ronaldo sein, ich wollte ihn immer kopieren.»



Während also «Il Fenomeno» gelobt wird, erwähnt Higuain Cristiano Ronaldo nicht in seiner illustren Liste. Dies obwohl die beiden sowohl bei Real Madrid als auch bei Juventus Turin Teamkollegen waren. Dem Portugiesen dürfte die Nicht-Nomination sicher nicht gefallen – CR7 wird den Seitenhieb aber locker verschmerzen können.

Die Qual der Wahl in Argentiniens Offensive

Auch Messi dürfte das Verpassen in die Top 3 ohne Achselzucken hinnehmen, zumal mit Higuains Rücktritt in der Nationalmannschaft – der trotz 31 Toren in 75 Länderspiele für viele Fans als Symbol der Erfolglosigkeit stand – nun Platz für neue Angreifer da ist. In den europäischen Meisterschaften ist erstmals seit langer Zeit Messi intern nicht unter den Top 5 der besten Torschützen.

Derzeit der treffsicherste Argentinien-Export ist Lucas Alario, der bereits sieben Mal in der Bundesliga für Leverkusen traf. Zweiter ist Ezequiel Ponce von Spartak Moskau (6 Tore), Cagliaris Giovanni Simeone ist Dritter (5 Tore). Rang vier teilen sich Atalantas Papu Gomez und Inters Lautaro Gomez mit je vier Treffern. Dahinter folgt Messi (Barça) und Angel Di Maria (PSG) mit je drei Toren. Noch nicht auf Touren gekommen ist hingegen Paulo Dybala, der in der Serie A noch ohne Treffer ist.

Hoch im Kurs steht dafür der Stuttgarter Nico Gonzalez (2 Tore), der unter Trainer Lionel Scaloni aktuell neben Martinez und Messi stürmen darf. In der WM-Qualifikation kam die Albiceleste in der Nacht auf Mittwoch in Peru zu einem 2:0-Erfolg. Die Torschützen hiessen Martinez und Gonzalez.


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