Bayern München

Hoeness erwartet Lohnverzicht beim FC Bayern bis zu «normalen» Zeiten

dpa/bam

28.4.2020

Uli Hoeness fordert von den Spielern finanzielle Solidarität, bis wieder vor Publikum gespielt werden kann.
Keystone

Nicht nur die Bayern-Profis haben für April einen Verzicht auf 20 Prozent ihres Verdienstes zugesagt – auch die Führungsetage. Ehrenpräsident Uli Hoeness erwartet, dass die Zusage verlängert wird – und zwar solange, bis in München wieder vor Zuschauern Fussball gespielt werden kann.

Uli Hoeness erwartet von den hochbezahlten Profis des FC Bayern, dass sie bis zu einer Rückkehr zu gewohnten Fussballspielen mit Zuschauern in München einen Gehaltsverzicht üben. «Ich sehe das nicht nur auf den April begrenzt, sondern für so lange, bis der Fussball wieder normal gespielt werden kann», sagte Ehrenpräsident Hoeness dem «Kicker». Da wegen des Coronavirus in den kommenden Monaten höchstens an Geisterspiele ohne Publikum zu denken ist, könnte der Gehaltsverzicht der Stars eine lange Zeit andauern.



Das Team um Captain Manuel Neuer hatte ebenso wie Vorstand und Aufsichtsrat, dem auch der 68-jährige Hoeness selbst angehört, für diesen Monat einen Verzicht auf 20 Prozent der Bezüge zugesagt. Ob dieses Vorhaben bei den Spielern Anklang findet, ist fraglich. Wie die «Abendzeitung» schreibt, musste Neuer einen Teil seiner Teamkollegen von der Notwendigkeit dieser ersten Massnahme überzeugen.

Dieses Geld werde nicht mehr zurückerstattet, berichtete Hoeness, «schliesslich haben wir bei Spielen ohne Zuschauer keine Einnahmen, die mit dem Lohnverzicht einigermassen aufgewogen werden». Mit dem Geld sei gewährleistet, «dass kein normaler Angestellter beim FC Bayern weniger netto in der Tasche hat», wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betont hatte. Hoeness nannte die getroffene Regelung mit den Topverdienern im Verein einen «Akt der Solidarität».

Hoeness lobt Salihamidzic und hofft auf eine Verlängerung mit Neuer

Der ehemalige Manager und Präsident sprach sich im «Kicker» auch für eine Vertragsverlängerung mit Nationaltorhüter Neuer aus und lobte zugleich die Verpflichtung von Schalke-Keeper Alexander Nübel. «Ich würde es sehr begrüssen und mich sehr freuen, wenn Manuel Neuer die nächsten Jahre beim FC Bayern bleiben würde, weil er nach wie vor der beste Torwart der Welt ist», sagte Hoeness. Er sei aber auch der Meinung, dass der ablösefreie Wechsel des elf Jahre jüngeren Nübel «zu hundert Prozent richtig ist und eine Glanztat» von Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic gewesen sei.



Der deutsche Rekordmeister und Neuer, der seit 2011 für die Bayern spielt, verhandeln seit Längerem über eine vorzeitige Verlängerung des im Sommer 2021 endenden Vertrages. Zuletzt hatte sich Neuer über Indiskretionen zu angeblichen Forderungen beklagt. Eine Einigung ist aber wahrscheinlich, im Raum steht nun eine Verlängerung bis 2024.

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport