Transferobjekt

ManUtd will Zakaria holen – doch auch andere Top-Klubs buhlen um ihn

von Syl Battistuzzi

11.3.2020

Ist bei europäischen Spitzenteams begehrt: Gladbachs Denis Zakaria.
Bild: Getty

Denis Zakaria ist derzeit zwar leicht verletzt, trotzdem stehen interessierte Klubs reihenweise Schlange. Kein Wunder, schliesslich überstrahlt der Rohdiamant seit einigen Monaten alle seine Mitspieler.

Zakaria war im Spitzenspiel vom Samstag zwischen Gladbach und Dortmund (1:2) nach einer halben Stunde mit seinem herauslaufenden Goalie Yann Sommer zusammengeprallt. Der 23-Jährige musste etwas später mit Schmerzen im linken Bein ausgewechselt werden. «Es ist nichts Schlimmes. Ich werde schnell wieder zurück sein», gab der 28-fache Internationale Entwarnung.



Die Chancen auf eine schnelle Rückkehr auf den Platz – vorbehaltlich des derzeit ausgesetzten Spielbetriebs aufgrund des Coronavirus – stehen in der Tat gut. Schon vor dem Ausfall strebte der Genfer in seinem privaten Umfeld die besten Bedingungen an, um dem Leben als Fussballprofi bestmöglich gerecht zu werden. Ein privater Koch sorgt für die passende Ernährung und ein persönlicher Physiotherapeut für sein physisches Wohlbefinden, wie er «Sport Bild» verriet.

Diese Selbstdisziplin ist bemerkenswert für einen 23-Jährigen. Zakaria ist in jüngerer Zeit zum Leader gereift: «Als ich hierherkam, war ich der kleine Denis. Das bin ich jetzt nicht mehr. In Gladbach bin ich ein Mann geworden», meint er.

Aufgebessertes Vertragsangebot von Gladbach

Zakaria hat sich spätestens in der Vorrunde zu einem Top-Spieler in der Bundesliga im defensiven Mittelfeld entwickelt und gilt als Schlüsselspieler im System von Trainer Marco Rose. Schliesslich verkörpert kein anderer Profi dessen Vorstellung von Power-Fussball besser als der dynamische Schweizer. Mit einer Top-Geschwindigkeit von 34,5 km/h und seiner Zweikampfstärke ist er der Antreiber der Fohlen. Inzwischen liegt sein Marktwert bei knapp 50 Millionen Euro. Die interne Rekordablöse (Granit Xhaka für 45 Millionen) dürfte bei einem Wechsel locker übertroffen werden.

YB bekam 2017 «nur» 12 Millionen Euro. Sein Vertrag in Gladbach ist noch bis zum Sommer 2022 gültig. Momentan verdient Zakaria 2,5 Millionen Euro jährlich, Eberl will aber sein Gehalt auf 4,5 Millionen Euro aufstocken und ihn damit zum Spitzenverdiener des Teams machen. Dafür soll er einen neuen Vertrag ohne Ausstiegsklausel unterschreiben.

Ob der unbestrittene Stammspieler – in 31 von 32 Pflichtspielen kam Zakaria zum Einsatz, 30 Mal von Anfang an – die Offerte von Gladbach annimmt, darf trotzdem bezweifelt werden.

Elitäre Liste 

So gab selbst sein aktueller Arbeitgeber in der Winterpause öffentlich zu, dass man mit lukrativen Angeboten von europäischen Top-Teams rechne. Gemäss «Sky» ist Manchester United in der Pole Position. Die Red Devils wollen im Sommer ihren Kader aufrüsten. Denis Zakaria könnte dabei die Rolle von Paul Pogba übernehmen, der Weltmeister kokettiert mit einem Wechsel zu Real Madrid. 

Doch dem Team von Trainer Ole Gunnar Solksjaer steht die geballte europäische Elite als Konkurrenz gegenüber: Auf der Insel zeigen Liverpool und Arsenal Interesse, in Spanien die Top-Klubs Real Madrid, Atlético Madrid und Barcelona sowie in Italien Juventus Turin. Und in der Bundesliga sollen die beiden Grossklubs Bayern München und Borussia Dortmund an Zakaria dran sein. Das Objekt der Begierde bleibt trotz der Hysterie um seine Person gelassen: «Das empfinde ich als Ansporn und gibt mir Kraft, mich weiter zu verbessern. Es zeigt, dass ich gute Leistungen abliefere, wenn sich andere Vereine mit mir beschäftigen.» 

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