PSG

PSG – fünf Stars auf dem Abstellgleis

SB10

14.4.2020

Edinson Cavani und Thiago Silva vor dem Absprung bei PSG.
Bild: Getty

Bei Paris Saint-Germain scheint Thomas Tuchel einen Umbruch voranzutreiben. Gleich fünf Spieler sollen im Sommer den Verein verlassen, darunter klingende Namen.

PSG-Präsident Nasser Al-Khelaifi versucht mit allen Mitteln, seine beiden grössten Stars im Klub zu halten. Sowohl Neymar (Barcelona) als auch Kylian Mbappé (Real Madrid) liebäugeln mit einem Transfer. Doch auch wenn die Superstars an Bord bleiben sollten: Hinter ihnen lichten sich im Sommer gemäss übereinstimmenden Medienberichten schon jetzt die Reihen. Da bei allen diesen Spielern die Verträge im Sommer auslaufen, sind sie ablösefrei zu haben.

Seit 2012 verteidigt Thiago Silva für den Pariser Nobelklub. Der Brasilianer übernahm bald die Captainbinde und gilt als absolute Leaderfigur. Obwohl der 35-Jährige Stammspieler ist, muss er den Parc des Princes in diesem Sommer verlassen. Aufgrund der Corona-Krise besteht die Gefahr, dass man ihn nie mehr im PSG-Trikot sehen wird. Immerhin soll sein Ex-Klub Milan an einer Rückkehr interessiert sein.

Ein ähnliches Schicksal droht Edinson Cavani. Der Uruguayer stiess 2013 von Napoli zu den Franzosen. Inzwischen ist er ein Publikumsliebling. Kein Wunder, schliesslich ist er mit 200 Toren in 301 Pflichtspielen auch der Rekordtorschütze des Vereins. Dies, obwohl er in jüngerer Vergangenheit öfters Ersatzspieler war.

Bereits in der Winterpause stand der 33-Jährige kurz vor einem Wechsel zu Atlético Madrid. Nun trennen sich offenbar die Wege, Gespräche über eine Verlängerung soll es keine gegeben haben. Entweder wird es den «Matador» zurück nach Südamerika ziehen oder er wird sein Glück in Spanien suchen.

Neue Aussenverteidiger gesucht

Nicht auf die iberische Halbinsel, sondern in die Bundesliga zieht es seinen Teamkollegen Thomas Meunier. Der Belgier soll sich dem BVB anschliessen. Der etatmässige Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek wird im Somnmer 35, weshalb ihn der 28-jährige Meunier gemäss den Vorstellungen von Coach Lucien Favre entlasten beziehungsweise dessen Rolle übernehmen soll.

Am überraschendsten kommt die Trennung von Layvin Kurzawa. Der 27-Jährige spielt regelmässig und ist im besten Fussballalter. Doch offenbar will Thomas Tuchel vor allem dem niederländischen Linksverteidiger-Talent Mitchel Bakker mehr Spielzeit gönnen. Mit Juan Bernat verfügt er ausserdem über einen erfahrenen Mann für die Position. Kurzawa, 13-facher französischer Nationalspieler, wird keine Probleme haben, einen neuen Arbeitgeber zu finden. Arsenal und Sevilla sollen sich um ihn bemühen.

Zu guter Letzt muss der Klub noch die Personalie Mauro Icardi klären. Der Argentinier wechselte erst im letzten Sommer von Inter an die Seine, fügte sich aber rasch ein und traf trotz beachtlicher interner Konkurrenz in 31 Pflichtspielen stolze 20 Mal. Doch intern besteht Uneinigkeit, ob man die Kaufoption in Höhe von 70 Millionen Euro ziehen soll. Icardis Frau Wanda, gleichzeitig seine Beraterin, soll deshalb auf eine Rückkehr nach Italien bestehen. Bei Inter besitzt der Stürmer noch einen Vertrag bis 2022. Inters Vizepräsident Javier Zanetti sieht aber die Zukunft des 27-Jährigen «eher nicht» bei seinem Verein, wie er kürzlich offenbarte.

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport