Sperre gegen Berater Raiola aufgehoben – Pogba vor dem Absprung?

lbe

14.6.2019

Weil Spielerberater Raiola (links) nicht mehr gesperrt ist, scheint einem Wechsel von Paul Pogba nichts mehr im Wege zu stehen.
Bilder: Getty

Spielerberater Mino Raiola hat seine dreimonatige Suspendierung mit Erfolg bekämpft und darf ab sofort wieder seiner Tätigkeit nachgehen. Die Aufhebung der Sperre dürfte vor allem den Poker um Klient Paul Pogba neu lancieren.

Überraschende Wende im «Fall Raiola»: Die ausgesprochenen Suspendierungen gegen den einflussreichen Spielerberater Mino Raiola sowie dessen Cousin Vincenzo werden sowohl vom italienischen Fussballverband FICG wie auch von der FIFA aufgehoben. Wie der Fussball-Weltverband am Freitag mitteilte, hätten die Sperren mit sofortiger Wirkung keinen Bestand mehr. Raiola hatte gegen den Entscheid zuletzt einen Dringlichkeitsantrag beim Internationalen Sportsgerichtshof CAS eingereicht und hatte damit offensichtlich Erfolg.



Eigentlich wurde dem 51-jährigen Italiener die Lizenz als Berater für drei Monate entzogen. Statt ab dem 9. August darf Raiola damit jedoch ab sofort wieder seiner Tätigkeit nachgehen. Auf Twitter postete er eine Kopie des Urteils der FIFA-Disziplinarkommission und kommentierte: «Suspendierung aufgehoben. Gerechtigkeit!»

Real oder Juve – Pogba vor dem Absprung?

An der plötzlichen Kehrtwende dürfte insbesondere sein Klient Paul Pogba Gefallen finden. Der 26-jährige Mittelfeldspieler soll Manchester United trotz laufendem Vertrag bis 2021 in diesem Sommer verlassen wollen und liebäugelte in Vergangenheit mit einem Wechsel zu Real Madrid. Weil das Transferfenster in England allerdings schon am 8. August schliesst – also einen Tag vor der angedachten «Rückkehr» seines Spielerberaters –, gerieten die Wechselabsichten in Gefahr.

Jetzt ist der Poker um Paul Pogba neu lanciert. Die Königlichen sollen aber nicht die einzigen Interessenten an einer Verpflichtung des Weltmeisters von 2018 sein. Aufgrund der jüngsten Entwicklungen soll Juventus-Sportdirektor Fabio Paratici gemäss italienischen Medienberichten in dieser Woche bereits nach London zu den Büros des Premier-League-Vereins gereist sein, um mit dem aktuellen Arbeitgeber des 26-Jährigen Verhandlungen zu starten. Der Franzose spielte bereits zwischen 2012 und 2016 in Turin und wurde viermal italienischer Meister.



Für Real Madrid und Trainer Zinédine Zidane ist Pogba allerdings als letztes Puzzleteilchen im Neuaufbau vorgesehen, den man mit aller Macht anpeilt. Gut möglich, dass nach Eden Hazard, Luka Jovic, Ferland Mendy, Eder Militao, Rodrygo und Takefusa Kubo auch Paul Pogba bald in der spanischen Hauptstadt Fuss fasst. Einem Wechsel scheint nun jedenfalls nichts mehr im Wege zu stehen. 

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