Rekord-Pleite

Venlo geht gegen Ajax mit 0:13 unter – ein Schweizer Verteidiger ist beim Debakel mittendrin 

jar

26.10.2020

Wahnsinns-Sieg: Ajax zerlegt VVV-Venlo mit 13:0 – auswärts! Das Tor-Spektakel im Video

Wahnsinns-Sieg: Ajax zerlegt VVV-Venlo mit 13:0 – auswärts! Das Tor-Spektakel im Video

Was für ein Tor-Feuerwerk von Ajax Amsterdam. Die Mannschaft aus der holländischen Hauptstadt gewinnt gegen Venlo mit 13:0 – neuer Rekord in der Eredivisie.

24.10.2020

0:13 – so hoch verliert man höchstens mit der B-Mannschaft der F-Junioren seines Dorfklubs beim Juniorenturnier gegen die kantonale Auswahl. Könnte man meinen. Doch Venlo kassiert gegen Ajax tatsächlich eine Klatsche in dieser Höhe. Und mitten im Debakel ist auch ein Schweizer.

«Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals in dieser Höhe verloren habe, auch bei den Junioren nicht», sagt Roy Gelmi nach der historischen Klatsche am Samstag gegen Ajax Amsterdam dem «Blick». 13:0 – so hoch hat noch nie ein Team in der Eredivisie, der höchsten holländischen Spielklasse, gewonnen beziehungsweise verloren.

Kleiner Trost für Gelmi: Der schweizerisch-holländische Doppelbürger kam erst in der 62. Minute ins Spiel und stand damit «nur» bei fünf Gegentoren auf dem Platz. «Als ich eingewechselt wurde, blendete ich den aktuellen Spielstand aus und versuchte mich voll und ganz auf meine Aufgaben zu konzentrieren», so der Innenverteidiger, der für St. Gallen und Thun 133 Super-League-Spiele bestritten hat. 

Roy Gelmi fischt den Ball aus dem Netz.
Bild: Getty

Und weiter: «Der Fakt, dass wir zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt waren, machte die Situation nicht einfacher.» Bereits in der 52. Minute flog sein Mitspieler Christian Kum vom Platz, danach trafen die Gäste aus Amsterdam fast im Minutentakt. Alleine Lassina Traoré markierte fünf Tore und gab bei drei weiteren den Assist.

Eine Standpauke vom Venlo-Trainer gab es für Gelmi und seine Teamkollegen nach dem Debakel übrigens nicht. «Nach so einem Spiel fehlen jedem die passenden Worte», sagt der 25-Jährige. Mühe mit einschlafen hatte Gelmi in der Nacht dann trotzdem. «Aber dank der Zeitumstellung konnte ich ja zum Glück eine Stunde länger schlafen.»


Mehr über die Einsätze von Schweizer Fussballern in ausländischen Ligen erfahren Sie in unserem Söldner-Check.

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