Warum Barcelona Griezmanns Wechsel noch nicht verkündet

jar

14.6.2019

Noch ist Antoine Griezmann offiziell ein Spieler von Atlético Madrid.
Bild: Getty

Atlético-Boss Angel Gil Marin liess am Mittwoch eine Bombe platzen und verriet, wohin Antoine Griezmann wechseln wird: Zu Barcelona. Doch warum ist der Transfer noch nicht offiziell? Der Grund ist ganz simpel.

«Ich weiss, wo Griezmann spielen wird: beim FC Barcelona. Es ist seit März bekannt», sagte Miguel Angel Gil Marin am Mittwochabend dem spanischen TV-Sender «Movistar». Der Atlético-CEO beendete damit die Spekulationen um die Zukunft des 28-jährigen Weltmeisters, der vor einigen Wochen bekannt gegeben hatte, dass er Atlético nach fünf Jahren verlassen wird.

Gil Marin war wahrscheinlich von Griezmanns öffentlichem Auftreten genervt, da der Franzose mit seinen Aussagen für Verwirrung rund um seinen Wechsel gesorgt hatte: Erst sagte er, er wisse schon, wohin er wechseln werde, dann erklärte Griezmann auf einmal, dass noch nicht sicher sei, ob er in Spanien bleiben werde. Ein grosses Theater, dabei ist offenbar schon seit Monaten klar, dass der Linksfuss zu Barcelona wechseln wird.

Ausserdem scheint es dem Atlético-Boss noch immer ein Dorn im Auge zu sein, dass Griezmann seinen Abgang noch während der laufenden Saison verkündet hatte. «Es gibt Spieler, die sich grösser fühlen als die Mannschaft», kritisierte Gil Marin seinen scheidenden Superstar.

Doch warum zögern die Katalanen mit der Bekanntgabe des Transfers, während Erzrivale Real Madrid schon fünf Neuzugänge präsentiert hat? Die Begründung ist ganz einfach: Noch beträgt Griezmanns Ausstiegsklausel 200 Millionen Euro. Erst am 1. Juli schrumpft sie auf 120 Mio. Um sich Ärger mit der spanischen Liga oder der FIFA zu ersparen, werden die Katalanen den Wechsel deshalb kaum vor dem 1. Juli verkünden. 

Griezmann selbst sagte am Dienstag nach dem 4:0-Sieg der Franzosen in der EM-Quali gegen Andorra zu den Wechsel-Gerüchten: «In zwei Wochen wissen wir mehr.» Die Barça-Fans müssen sich also wohl noch etwas gedulden, können sich aber dennoch bereits jetzt auf einen neuen Top-Stürmer freuen.

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