Spielfeld frühzeitig verlassen und Captainbinde weggeworfen: CR7 nach Tor-Klau ausser sich

SB10

27.3.2021

Europameister Portugal verspielte in Belgrad einen 2:0-Vorsprung und damit den möglichen Sieg gegen Serbien. Doch eigentlich hätte Cristiano Ronaldo seinem Team noch drei Punkte beschert – wenn den Unparteiischen nicht ein grober Schnitzer unterlaufen wäre.

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27.3.2021

Obwohl Diogo Jota vom FC Liverpool die Gäste per Kopfball-Doppelpack (11./36. Minute) in Führung brachte, konnte das Heimteam in der zweiten Halbzeit zurückschlagen. Aleksandar Mitrovic (46.) sowie Filip Kostic (60.) konnten für die anstürmenden Serben noch ausgleichen. Doch als alle schon mit einem Remis rechneten, kam es zum grossen Drama: Einem regulären Treffer von Ronaldo in den hektischen Schlusssekunden verweigerte der Referee die Anerkennung.

Die Schiedsrichter gingen fälschlicherweise davon aus, dass der Ball nicht hinter der Torlinie war. Die TV-Bilder zeigen: Ein klarer Fehlentscheid. Auf technische Hilfsmittel konnte das Gespann beim knappen Entscheid nicht zurückgreifen. Es gibt in der Qualifikation kein VAR.

CR7 war nach dem Fehlurteil ausser sich. Zuerst reklamierte er heftig beim Unparteiischen, der dem vermeintlichen Matchwinner noch die Gelbe Karte zeigte. Zu viel für den 36-Jährigen: Er schmiss die Captainbinde auf den Rasen und stapfte noch vor dem Schlusspfiff wütend vom Platz.

Cristiano Ronaldo ist nach dem Drama bedient.
Bild: Keystone

Symbolisch war das aber keineswegs gemeint. Denn der Captain der portugiesischen Mannschaft zu sein, sei für ihn der grösste Stolz und das grösste Privileg seines Lebens, versicherte Ronaldo auf Instagram. «Ich gebe immer alles und werde immer alles für mein Land geben, das wird sich nie ändern. Aber es gibt schwierige Zeiten, vor allem wenn wir das Gefühl haben, dass eine ganze Nation verletzt wurde», schrieb Ronaldo in der Nacht auf Sonntag. «Kopf hoch, stellen wir uns der nächsten Herausforderung! Hopp Portugal!»