«Xherdan verdient mehr» – Erdin Shaqiri spricht über Gerüchte

jar

21.4.2020

Will Xherdan Shaqiri bei der EM 2021 eine wichtige Rolle spielen, muss sich seine Situation in der nächsten Saison ändern. 
Bild: Keystone

Xherdan Shaqiri dürfte Liverpool im Sommer verlassen. Mehrere Klubs sollen an einer Verpflichtung interessiert sein. Nun hat sein Bruder und Berater Erdin zu den Gerüchten Stellung genommen.

Gerade einmal 256 Minuten durfte Xherdan Shaqiri in dieser Saison auf dem Platz stehen. In Liverpools Starensemble scheint es kein Platz mehr für den Schweizer zu geben, weshalb ein Wechsel im Sommer trotz Vertrag bis 2023 wohl für alle Beteiligten das Beste wäre.

Nachdem der 28-Jährige zuletzt immer wieder mit mehreren Klubs wie Sevilla, Roma und ZSKA Moskau in Verbindung gebracht wurde, hat Berater Erdin Shaqiri nun gegenüber dem kosovarischen Fernsehsender «KTV» zu einem möglichen Transfer seines Bruders Stellung genommen.

Der «Blick» übersetzt Erdin Shaqiris Aussagen wie folgt: «Ich glaube, im Sommer wird es viele Angebote für Xherdan geben. Schon im Januar gab es konkretes Interesse von zwei, drei Klubs. Diese – ihre Namen wurden schon in verschiedenen Medien aufgegriffen – werden erneut anklopfen.»



Allerdings sei auch eine Zukunft in Liverpool nicht ganz vom Tisch. Der Berater erklärt die wenigen Einsatzminuten seines Bruders mit den vielen kleineren Verletzungen, die Shaqiri in den letzten Monaten hatte. «Diese Verletzungen dauerten länger, als wir dachten. Trainer Jürgen Klopp ist in Gesprächen mit ihm über mehr Spielpraxis – wir müssen erst einmal abwarten.»

«Xherdan verdient mehr»

Aber auch für Erdin ist klar, dass der Flügelspieler in der nächsten Saison wieder eine wichtigere Rolle einnehmen muss – wo auch immer das sein wird. Zumal ein Shaqiri ohne Spielpraxis auch der Nati an der EM 2021 kaum eine Hilfe sein kann. «Ich denke, Xherdan verdient viel mehr (Einsatzzeit). Er hatte Pech mit seinen Verletzungen. Doch jedes Mal, wenn er wieder auflaufen konnte, hat er seinen Job gemacht und das Spiel verändert», sagt Bruder Erdin.



Und was meint Xherdan selbst? Im letzten Herbst liess er sich in der «Schweizer Illustrierte» wie folgt zitieren: «Natürlich bin ich unzufrieden, dass ich nicht öfter spiele. Aber ich bin mit den Jahren ruhiger und geduldiger geworden. Ich würde heute in München wohl länger durchhalten und auf meine Chance warten. Ich weiss, dass ich mir für meine Karriereschritte jetzt mehr Zeit geben muss.»

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport