Grosses Rätsel: Was steckt hinter dem Lenkrad-Trick von Mercedes

tbz

20.2.2020 - 18:50

Sergio Perez mit Bestzeit am 2. Testtag

Sergio Perez mit Bestzeit am 2. Testtag

Im Racing Point RP20 holt sich Sergio Perez am zweiten Testtag in Barcelona die Bestzeit. Derweil sorgt Mercedes mit einem Lenkrad-Trick für viel Aufregung.

20.02.2020

Weniger Luftwiderstand oder mehr Temperatur auf dem Gummi? Die Formel-1-Welt rätselt nach den ersten Wintertests, was Mercedes mit dem neuen Lenkrad-Trick genau bewirken möchte.

Am zweiten Tag der Wintertests in Barcelona sorgt Mercedes mit einem Lenkrad-Trick für den ersten Aufreger. Auf TV-Bildern ist deutlich zu sehen, wie Lewis Hamilton das Lenkrad am Kurvenausgang an sich heranzieht, wenn danach eine Gerade folgt. Sobald er die nächste Kurve erreicht, schiebt er es wieder von sich weg.

Der Lenkrad-Trick bewirkt, dass sich die Spitzen der Vorderräder leicht nach innen bewegen. Was genau Mercedes damit erreichen will, verrät der deutsche Rennstall natürlich nicht. In einem kurzen Video auf Twitter heisst es dazu lediglich: «Wir nennen das System DAS – Dual Axis Steering. Es ist eine innovative Idee von uns, die dem Fahrer zusätzliche Kontrolle verleiht.»

Weniger Luftwiderstand oder höhere Temperatur?

In den sozialen Medien finden sich bereits mehrere Theorien zum Lenkrad-Trick. So könnte das System den Luftwiderstand auf den Geraden verringern und somit die Höchstgeschwindigkeit erhöhen, ohne in den Kurven Abtrieb zu verlieren.

Eine weitere heisse These bezieht sich auf die Reifentemperatur, mit der Mercedes in der Vergangenheit Probleme hatte. So sollen die Räder sich mehr gegen innen neigen, um bis zur nächsten Kurve weniger Temperatur zu verlieren. Das würde den Grip in langsamen Kurven stärken.

Was auch immer genau hinter dem Lenkrad-Trick steckt, die Konkurrenz dürfte das System wohl schon bald übernehmen. Sofern es sich dabei natürlich nicht nur um eine Ente handelt, die von anderen Überraschungen des W11 ablenken soll.

Lewis Hamilton absolvierte am zweiten Testtag 106 Runden und fuhr auf den siebten Platz. Die Bestzeit ging am Donnerstag an Sergio Perez im Racing Point RP20.


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