Eklat bei Kart-WM

Reumütiger Amokfahrer tritt zurück: «Es gibt keine Ausreden»

pat

7.10.2020

Luca Corberi zieht nach seinem schockierenden Ausraster bei der Kart-WM drastische Konsequenzen. Der 23-jährige Italiener hört per sofort mit dem Rennsport auf.

Die Bilder des ausser Kontrolle geratenen Luca Corberi sorgten für Fassungslosigkeit. Bei einem WM-Rennen scheidet der Italiener nach einer Kollision mit Paolo Ippolito aus, sein Gegner kann weiterfahren. Corberi wartet mit dem beim Crash abgebrochenen Frontspoiler bewaffnet am Streckenrand und wirft diesen bei erster Gelegenheit nach seinem Gegner. Er verfehlt das Ziel, trifft aber einen anderen Fahrer. Es ist pures Glück, dass sich bei der Aktion niemand verletzt. Nach dem Rennen kommt es dann noch zu einer wilden Prügelei, die Corberi anzettelt. Die Motorsport-Welt reagiert mit blankem Entsetzen.

Corberi entschuldigt sich und tritt zurück

Nun entschuldigt sich Corberi via Facebook bei der Motorsport-Community: «Es gibt keine Ausreden, um zu erklären, warum ich etwas so Schändliches getan habe.» Er habe in seiner 15-jährigen Karriere noch nie so etwas gemacht, «und ich hoffe wirklich, dass es sonst niemand in der Welt tut».

Doch er belässt es nicht bei der Entschuldigung, er zieht «nach dem schlimmsten Moment meines Lebens» auch Konsequenzen: «Die Rennkommissäre haben nicht die Macht, mir die Lizenz wegzunehmen. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, für den Rest meines Lebens an keinem anderen Rennen teilzunehmen. Diese Episode wird als eine der schlimmsten in unserem Sport in Erinnerung bleiben und das werde ich nie vergessen. Ich bitte nicht um Nachsicht, weil ich diese nicht verdiene.» Er stimme den nötigen Strafen voll und ganz zu.

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