Olympia-Ticker

Olympia-Ticker: Curlerinnen verpassen den Finaleinzug ++ Schweizer Doppelsieg im Skicross ++ Erfolgreichste Spiele für die Schweiz aller Zeiten

Redaktion blue

18.2.2022

Die Olympischen Winterspiele in Peking befinden sich im Schlussspurt. Im Live-Ticker verpasst du auch am drittletzten Tag nichts.

Redaktion blue

18.2.2022

Das Wichtigste vom 18. Februar in Kürze

  • 🥇🥈 Einen Tag nach dem Drama um die Disqualifikation von Fanny Smith sorgen die Männer im Skicross für eine Gala und feiern einen Olympiasieg. Ryan Regez holt Gold, Alex Fiva gewinnt Silber. Es sind die Schweizer Medaillen Nummer 13 und 14 an den Olympischen Spielen in Peking.
  • Die Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni verpassen den Finaleinzug. Sie scheitern im Halbfinal mit 6:8 an Japan und spielen am Samstag um Bronze.
  • Nach ihrem 7. Rang im Monobob liegt Melanie Hasler auch in der Zweierbob-Konkurrenz auf Diplom-Kurs. Nach dem 1. Tag belegen die Aargauerin und ihre Anschieberin Nadja Pasternack den 7. Zwischenrang.
  • Eine grosse Ladung Edelmetall ist zurück in der Schweiz. Die Olympiasiegerinnen und zweifachen Medaillengewinnerinnen Michelle Gisin und Mathilde Gremaud sind am Vormittag mit etwas Verspätung in Zürich gelandet.
  • Im Eishockey-Turnier der Männer stehen die Finalisten fest: Finnland schlägt die Slowakei mit 2:0, Russland bezwingt Schweden im Penaltyschiessen.
  • Freestyle-Skifahrerin Eileen Gu gewinnt auch in der Halfpipe und somit für China das zweite Gold und insgesamt die dritte Medaille. Sie ist somit definitiv einer der grossen Stars dieser Winterspiele.
  • Das Drama um die 15-jährige russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa sorgt weiterhin für Schlagzeilen.

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  • Eishockey: Russland gewinnt Penalty-Krimi gegen Schweden und steht im Final

    Die Eishockey-Teams aus Russland und Finnland haben das Endspiel bei den Olympischen Winterspielen in Peking erreicht. Die russische Mannschaft bezwang Schweden am Freitag 2:1 (0:0, 1:0, 0:1) nach Penaltyschiessen und spielt damit vier Jahre nach dem Olympiasieg erneut um Gold. Der WM-Zweite und Schweiz-Bezwinger Finnland setzte sich zuvor im ersten Halbfinale mit 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) gegen die Slowakei durch. Das Finale ist für Sonntagmorgen angesetzt. Bereits am Samstagnachmittag spielen Schweden und die Slowakei um Bronze.

  • Schweizer Curlerinnen scheitern im Halbfinal und spielen um Bronze

    Die Schweizer Curlerinnen verpassen am Olympia-Turnier die Finalteilnahme. Durch ein 6:8 gegen Japan im Halbfinal lassen sie sich ins Spiel um Bronze verweisen.

    Nachdem sie die Japanerinnen um Skip Satsuki Fujisawa, die Olympia-Dritten von 2018, im letzten Match der Round Robin deutlich besiegt hatten, trafen Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz im Halbfinal von Beginn weg auf harte Gegenwehr.

    Alles verlief ausgeglichen, bis den Schweizerinnen das 5. End vollständig daneben geriet. Alina Pätz' zweiter Stein war genau so viel zu lang gespielt, dass Satsuki Fujisawa einen Doppel-Takeout anbringen und damit ein Viererhaus zur 5:2-Führung bewerkstelligen konnte.

    Alina Pätz und ihre Teamkolleginnen spielen um Bronze.
    Bild: Keystone

    Danach konnten die zweifachen Weltmeisterinnen den Rückstand nicht wettmachen, zumal sie mit einem gestohlenen Stein im 6. End das 2:6 einfingen. Auch mit einem Dreierhaus im 7. End reichte es ihnen nicht zum Ausgleich. Im 10. End hätten sie einen Stein stehlen müssen, um ein Zusatz-End zu erreichen, aber es glückte ihnen nicht. 

    Im Spiel um Bronze treffen die Schweizerinnen am Samstag auf Schweden. Japan fordert im Final Grossbritannien, das seinen Halbfinal gegen Schweden knapp mit 12:11 im Zusatzend für sich entschied.

  • Bob: Hasler erneut auf Diplom-Kurs

    Nach ihrem 7. Rang im Monobob liegt Melanie Hasler auch in der Zweierbob-Konkurrenz auf Diplom-Kurs. Nach dem 1. Tag belegen die Aargauerin und ihre Anschieberin Nadja Pasternack den 7. Zwischenrang.

    Hasler gelangen im Eiskanal in Yanqing zwei ansprechende Fahrten. Die Reserve auf Platz 9 beträgt bereits über vier Zehntel. Die Medaillen liegen mit einem Rückstand von gut sieben Zehntel allerdings wie erwartet ausser Reichweite.

    Auf die bei Halbzeit führende Deutsche Laura Nolte büsste Hasler 1,45 Sekunden ein. Noltes Landsfrau Mariama Jamanka, die Olympiasiegerin von 2018, liegt als Zweite bereits eine halbe Sekunde zurück. Der Doppelsieg wird den Deutschen angesichts der Vorteile beim Material kaum mehr zu nehmen sein.

    Überhaupt nicht auf Touren kam Martina Fontanive. Die zweite Schweizer Pilotin am Start nimmt nach zwei von vier Läufen zusammen mit ihrer Anschieberin Irina Strebel den 20. und letzten Platz ein.

  • Iranischer Skifahrer von Olympia ausgeschlossen

    Der Iraner Hossein Saveh Shemshaki ist neun Tage nach seinem positiven Dopingtest von den Olympischen Winterspielen in Peking ausgeschlossen worden. Wie der Internationale Sportgerichtshof CAS am Freitag mitteilte, muss der alpine Skirennfahrer das olympische Dorf spätestens an diesem Samstag verlassen.

    Shemshaki war am 7. Februar bei einer Trainingskontrolle positiv auf das anabole Steroid Oral-Turinabol getestet worden. Das Ergebnis hatte zwei Tage später vorgelegen. Der Iraner sorgte damit für den ersten Dopingfall der Spiele in China. Das künstliche männliche Sexualhormon war ein im DDR-Leistungssport weit verbreitetes Dopingmittel.

  • Biathlet Bö stösst in exklusiven Kreis vor

    Der Norweger Johannes Thingnes Bö gewann im Massenstart bereits das vierte Gold bei diesen Winterspielen. Damit stellte er im Biathlon die Rekordmarke seines Landsmannes Ole Einar Björndalen von Salt Lake City 2002 ein.

    Über alle Sportarten bei Winterspielen betrachtet, holte der amerikanische Eisschnellläufer Eric Heiden 1980 in Lake Placid am meisten Goldmedaillen an einer Austragung mit fünf Triumphen. Vier Siege schaffte neben Bö und Björndalen auch die Eisschnellläuferin Lidija Pawlowna Skoblikowa. Die Sowjetrussin räumte 1964 in Innsbruck ab.

    Über alle Spiele gesehen, belegt Norwegen die ersten drei Plätze: Bei Marit Björgen (Langlauf), Björndalen und Björn Dählie (Langlauf) zieren je acht Goldmedaillen das Palmarès.

  • Winterspiele in Peking die erfolgreichsten aller Zeiten

    Schon nach dem drittletzten Wettkampftag ist klar: Die Winterspiele von Peking sind die bislang erfolgreichsten für die Schweiz. Mit dem Doppelsieg von Ryan Regez und Alex Fiva im Skicross wurde die Gold-Silber-Bilanz von Sotschi 2014 mit sieben Mal Gold und zwei Mal Silber egalisiert. Die Schweiz hat aber in Peking schon jetzt mehr Bronzemedaillen geholt (5) als vor acht Jahren (2).

    Bei der gesamten Anzahl Medaillen stehen Calgary 1988 und Pyeongchang 2018 mit jeweils 15 Medaillen noch vor Peking (14). Doch an den letzten beiden Wettkampftagen hat die Schweiz noch drei gute Chancen auf Edelmetall: im Mixed-Teamwettbewerb im Ski alpin, im Curling der Frauen sowie mit Livio Wenger im Massenstartrennen der Eisschnellläufer.

  • Überfliegerinnen Gisin und Gremaud zurück in der Schweiz

    Mit vier Medaillen im Gepäck sind Michelle Gisin und Mathilde Gremaud am Freitagmorgen in Zürich gelandet. Beiden konnten sich in Peking zuerst eine Bronzemedaille sichern, bevor sie mit je einer Goldmedaille noch nachlegten. Entsprechend emotional zeigen sich die frischgebackenen Olympiasiegerinnnen nach dern Ankunft in der Schweiz.

    Tränen bei der Ankunft der Olympiasiegerinnen Gisin und Gremaud

    Tränen bei der Ankunft der Olympiasiegerinnen Gisin und Gremaud

    Am Freitag sind Michelle Gisin und Mathilde Gremaud mit je einer Gold- und einer Bronzemedaille im Gepäck in Zürich gelandet. Die Emotionen schlugen hoch und beide vergossen bei der Ankunft Tränen.

    18.02.2022

  • Russlands Vize-Ministerpräsident kritisiert Bach

    Russlands Vize-Ministerpräsident Dmitri Tschernyschenko hat die Äusserungen von IOC-Chef Thomas Bach über die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa und deren Umfeld zurückgewiesen. «Wir sind zutiefst enttäuscht darüber, einen IOC-Präsidenten zu erleben, der sein eigenes fiktives Narrativ zu den Gefühlen unserer Athleten spinnt und diese dann öffentlich als Stimme des IOC präsentiert», sagte Tschernyschenko dem Branchendienst «insidethegames».

    Bach hatte zuvor sein Mitgefühl für Walijewa nach deren bitterem Olympia-Finale mit Platz vier geäussert und das Umfeld mit Trainerin Eteri Tutberidse kritisiert. «Als ich gesehen habe, wie sie von ihrem Umfeld empfangen wurde, mit etwas, was mir wie eine enorme Kälte vorkam - mir lief es kalt über den Rücken, zu sehen, was da geschah», sagte Bach. «Statt sie zu trösten, statt ihr zu helfen, nachdem was geschehen war, konnte man spüren, wie eiskalt die Atmosphäre war.»

    Tschernyschenko, Organisationschef der Spiele von Sotschi 2014, bezeichnete Bachs Worte als «unangemessen und falsch». Olympische Spiele seien für alle Athleten der «Höhepunkt des Profisports», verbunden mit «Hoffnungen und Träumen einer gesamten Nation». Dies sei für die Sportler ein «bekannter Druck, und das ist es auch, was sie mit ihrem Kampfgeist antreibt», sagte Tschernyschenko.

  • Erstmals zwei Doppelsiege bei den gleichen Spielen

    24 Stunden nach Michelle Gisin und Wendy Holdener in der alpinen Kombination der Frauen sorgten Ryan Regez und Alex Fiva im Skicross der Männer für den nächsten Schweizer Doppelsieg. Damit kommt die Schweiz zu einer Premiere: Noch nie gab es an den gleichen Winterspielen gleich zwei Doppelsiege.

    In der Geschichte der Winterspiele ist es der zwölfte Doppelsieg für die Schweiz und der zweite für die olympische Sportart Ski Freestyle nach dem Triumph von Sarah Höfflin und Mathilde Gremaud 2018 im Slopestyle. Die weiteren zehn Doppelsiege gegen auf das Konto von Ski alpin (7) und Bob (3).

  • Häcki auf Rang 16 – Olympiasieg an Braisaz-Bouchet

    Biathletin Lena Häcki belegt im Massenstart-Rennen beim Sieg der Französin Justine Braisaz-Bouchet Platz 16. Und dies, obwohl die Obwaldnerin neun Strafrunden drehen muss.

    Bei sehr tiefen Temperaturen und einem giftigen, böigen Wind taten sich im Schiessstand sämtliche Athletinnen schwer. Auch die Siegerin sowie die weiteren Podestläuferinnen Tiril Eckhoff und Marte Olsbu Röiseland aus Norwegen verfehlten vier Scheiben. Gleichwohl: Die neun Fehler von Lena Häcki waren nicht zwingend. Gepaart mit der starken Laufleistung der Schweizerin wäre zum Abschluss einiges möglich gewesen.

    Die 25-jährige Justine Braisaz-Bouchet feierte ihren bislang grössten Erfolg. An einem Grossanlass hat sie zuvor noch nie Gold gewonnen, auch mit der Staffel nicht. 

  • Gold- und Silber-Wahnsinn von Regez und Fiva

    Schweizer Doppelsieg im Skicross! Ryan Regez wird vor Alex Fiva Olympiasieger! Die Schweizer Medaillen Nummer 13 und 14 an den Olympischen Spielen in Peking sind Tatsache.

    Was für eine unfassbare Schweizer Show: Regez zieht nach dem Start an die Spitze, Fiva folgt ihm und die beiden Schweizer ziehen das bis ins Ziel durch. Olympiasieger Regez sagt hochemotional in die TV-Kamera: «Merci für alle, die aufgestanden sind und geschaut haben.»

    Regez glänzte zuletzt im Weltcup mit drei Siegen, nachdem er zu Beginn der Saison zunächst überhaupt nicht auf Touren kam. Der 36-jährige Fiva krönt seine Karriere ein Jahr nach seinem WM-Titel ebenfalls. Regez ist der zweite Schweizer Olympiasieger im Skicross nach Mike Schmid 2010 in Vancouver. Hinter Regez und Fiva geht holt übrigens der Russe Sergej Ridsik Bronze.

  • Finnland erstmals seit 2006 im Final

    Finnland kann weiterhin vom ersten Eishockey-Gold bei Olympia träumen. Die Finnen schlagen im ersten Halbfinal die Slowakei 2:0 und stehen erstmals seit 16 Jahren wieder im Final des olympischen Turniers.

    Gegen die Slowakei, die nach schwieriger Vorrunde in den Viertelfinals überraschend die USA bezwungen hatte, genügte den favorisierten Finnen ein defensiv kontrollierter Auftritt. Nach dem Führungstor in der 15. Minute durch KHL-Spieler Sakari Manninen geriet der WM-Zweite des letzten Jahres nie mehr ernsthaft in Bedrängnis. Trotzdem dauerte es bis 38 Sekunden vor dem Ende, ehe Harri Pesonen das erlösende zweite Tor gelang. Es war der dritte Turniertreffer des Stürmers der SCL Tigers.

  • Fiva und Regez im Final – Schweiz hat Medaille auf sicher

    Alex Fiva und Ryan Regez stehen im Skicross-Final – die Schweiz hat zumindest eine Medaille somit bereits auf sicher! In einem brisanten Lauf erweist sich Fiva als enorm cool, geht den Zweikämpfen geschickt aus dem Weg, wartet bis das Loch für ihn aufgeht, zieht dann an allen vorbei und gewinnt seinen Halbfinal letztlich souverän. Eine taktische Meisterleistung. Regez reiht sich in seinem Lauf nach der Startphase als Zweiter ein und verteidigt diese Position bis zum Schluss erfolgreich. Ausgeschieden sind alle Franzosen und alle Kanadier, die als sehr starke Konkurrenten galten. Fiva und Regez sind im Final aufgrund ihrer bisherigen Resultate die Favoriten.

  • Fiva und Regez in den Halbfinals, Berry ausgeschieden

    Alex Fiva und Ryan Regez überstehen auch die Viertelfinals und ziehen in die Halbfinals ein. In einem engen und von vielen Zweikämpfen geprägten Rennen setzt sich Fiva in seinem Lauf letztlich knapp als Erster durch. Regez landet derweil einen souveränen Start-Ziel-Sieg. Im Viertelfinal ausgeschieden ist dagegen Joos Berry. 

  • Fiva, Berry und Regez im Viertelfinal, Détraz out

    Alex Fiva, Joos Berry und Ryan Regez überstehen die erste Hürde und stehen im Skicross in den Viertelfinals. Der Quali-Schnellste Fiva und Regez landeten in ihren Achtelfinals einen souveränen Start-Ziel-Sieg, Berry qualifizierte sich als Zweiter in seinem Lauf. Im Achtelfinal hängen geblieben ist dagegen Romain Détraz (27.) nach einem missglückten Start, da ein anderer Fahrer stürzte und sich der Westschweizer davon irritieren liess.

  • Wada kritisiert CAS für Urteil im Dopingfall Walijewa

    Für die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada ist die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs im Dopingfall Kamila Walijewa ein «gefährlicher Präzedenzfall». Die Wada wirft den Sportrichtern vor, die «unmissverständlichen Bestimmungen» des Wada-Kodex' bei der Aufhebung einer vorläufigen Suspendierung ignoriert zu haben, hiess es in der Stellungnahme zu der am Freitag veröffentlichten Urteilsbegründung.

    Der positive Dopingtest der 15 Jahre alten Eiskunstlauf-Europameisterin aus Russland vom 25. Dezember war erst während der Winterspiele in Peking bekannt geworden. Die Ad-hoc-Kammer des CAS entschied dennoch, mit Blick auf ihren Status als Minderjährige und das nicht abgeschlossene Dopingverfahren einen Start im olympischen Damen-Einzel zu erlauben. Walijewa verpasste nach dem Doping-Wirbel mit einer fehlerhaften Kür am Donnerstag als Vierte eine Medaille.

  • IOC will Diskussion über Mindestalter im Top-Sport

    Als Konsequenz aus dem Olympia-Skandal um die 15 Jahre alte Eiskunstläuferin Kamila Walijewa drängt das IOC die Weltverbände zur Prüfung eines generellen Mindestalters im Spitzensport. «Diese Fragen müssen angegangen werden», sagte Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, am Freitag in Peking. Es brauche aber «sorgfältige Überlegungen und Beratungen». Das IOC werde die Diskussionen mit den Weltverbänden in Gang bringen und diesen «etwas zum Nachdenken geben», sagte Bach. Entscheiden können aber nur die jeweiligen Fachverbände, nicht das IOC.

  • Fiva in der Skicross-Qualifikation mit der Bestzeit

    Alex Fiva stellte in der Skicross-Qualifikation die Bestzeit auf. Der 36-jährige Bündner war der schnellste der 32 Athleten, die ab 07.00 Uhr Schweizer Zeit im K.o.-System um die Medaillen kämpfen. Der Weltcup-Führende Ryan Regez fuhr auf Rang 7, Joos Berry (21.) und Romain Détraz (27.) verloren 1,49 bzw. 1,75 Sekunden auf Teamkollege Fiva.

  • Nach Eklat um Sprecherin – IOC betont Neutralität

    Die Zurechtweisungen ausländischer Medienvertreter durch die Sprecherin der chinesischen Olympia-Organisatoren sind von IOC-Chef Thomas Bach mit milden Worten kommentiert worden. «Wir haben das Problem nicht ignoriert», versicherte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag. Das IOC habe umgehend nach der bemerkenswerten Pressekonferenz der Olympia-Macher am Vortag Kontakt zum Organisationskomitee aufgenommen. Dabei habe man «die Einigkeit darüber bekräftigt, dass wir unmissverständlich zur politischen Neutralität verpflichtet sind, wie es in der olympischen Charta festgehalten ist», versicherte Bach.

    BEIJING, CHINA - JANUARY 05: Yan Jiarong, spokesperson of the Beijing Organising Committee for the 2022 Olympic and Paralympic Winter Games (BOCOG), attends a press conference on January 5, 2022 in Beijing, China. (Photo by VCG/VCG via Getty Images)
    Olympia-Sprecherin Yan Jiarong hat für einen Eklat gesorgt.
    Bild: Getty Images

    Am Donnerstag hatte die chinesische Sprecherin Yan Jiarong mehrfach ungefragt in der Pressekonferenz politische Stellungnahmen im Sinne von Chinas Führung getätigt. So seien Berichte über Umerziehungslager für die muslimische Minderheit der Uiguren in der Provinz Xinjiang nichts als «Lügen», sagte sie. Bei Fragen an IOC-Sprecher Mark Adams nach der Teilnahme von Taiwan an der Eröffnungsfeier griff sie ebenfalls ein und sagte: «Ich möchte betonen, dass es nur ein China in der Welt gibt. Taiwan nimmt hier als Teil von China teil und ist ein untrennbarer Bestandteil von China.»

  • Trusowa nach Silber stocksauer: «Hasse diesen Sport»

    Die Russin Alexandra Trusowa hat sich nach der olympischen Damen-Kür von den Preisrichtern um eine mögliche Goldmedaille gebracht gefühlt. «Ich hasse diesen Sport. Ich werde nie wieder aufs Eis gehen», schrie die 17 Jahre alte russische Eiskunstläuferin am Donnerstag am Rande des Eisrings wütend. Auch wollte sie zunächst nicht an der Siegerehrung teilnehmen und musste dazu überredet werden. Trotz fünf Vierfach-Sprüngen bekam Trusowa nur Silber zuerkannt. Olympiasiegerin wurde ihre Trainingspartnerin Anna Schtscherbakowa.

    Alexandra Trusova, of the Russian Olympic Committee, competes in the women's free skate program during the figure skating competition at the 2022 Winter Olympics, Thursday, Feb. 17, 2022, in Beijing. (AP Photo/David J. Phillip)
    Alexandra Trusowa stellte nach der Enttäuschung mit Olympia-Silber ihren Rücktritt in den Raum.
    Bild: Keystone

    «Ich bin froh, die fünf Vierfachen geschafft zu haben, aber verärgert über das Ergebnis», sagte Trusowa. Allerdings erklärte sie ihren Ausbruch später als sehr emotional und antwortete auf Fragen, ob sie es ernst gemeint habe: «Man wird sehen.» Festlegen liess sie sich trotzig aber auch auf einen Start bei den Weltmeisterschaften im März in Montpellier nicht. «Man wird sehen», sagte Trusowa erneut.

  • IOC-Präsident Bach kritisiert das Umfeld von Walijewa

    IOC-Präsident Thomas Bach hat Mitgefühl für Kamila Walijewa nach deren bitterem Olympia-Finale geäussert und das Umfeld mit der Trainerin der russischen Eiskunstläuferin scharf kritisiert. «Als ich gesehen habe, wie sie von ihrem Umfeld empfangen wurde, mit etwas, was mir wie eine enorme Kälte vorkam - mir lief es kalt über den Rücken, zu sehen, was da geschah», berichtete Bach. «Statt sie zu trösten, statt ihr zu helfen, nachdem was geschehen war, konnte man spüren wie eiskalt die Atmosphäre war. Solch eine Distanz zu erleben, wenn man sich nur die Körpersprache dieser Person angeschaut hat, hat sich das nur noch in der Vorstellung verschlimmert.»

  • Savchenko: «Kamila, du bist die Geisel der Situation»

    Paarlauf-Olympiasiegerin Aljona Savchenko ist bestürzt über den Doping-Skandal rund um die russische Eiskunstläuferin Kamila Walijewa. «Sowas darf nicht passieren. Ich bin für einen sauberen Sport», sagte die 38-jährige gebürtige Ukrainerin dem «Tagesspiegel» (Freitag). Die Affäre schade der Sportart und «auch der gesamten olympischen Bewegung». Savchenko hatte 2018 in Pyeongchang mit Bruno Massot Olympia-Gold gewonnen.

    17.01.2022, Berlin: Eiskunstläuferin Aljona Savchenko beantwortet Fragen beim Interview mit der Deutschen Presse Agentur vor der Premier ihres Dokumentarfilms im Kino Babylon. Foto: Gerald Matzka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ (KEYSTONE/DPA/Gerald Matzka)
    Der Fall Walijewa beschäftigt auch Olympiasiegerin Aljona Savchenko.
    Bild: Keystone

    In einem Instagram-Betrag tröstete die sechsmalige Weltmeisterin die 15-jährige Walijewa. «Meine liebe süsse Kamila! Ich bin mir sicher, dass alles, was du durchgemacht hast, dich nur noch stärker machen wird! Talente wie deines sind eine Seltenheit, du bist einzigartig», schrieb Savchenko. Es sei nicht Walijewas Schuld, dass dies alles passiert sei: «Du bist die Geisel der Situation. Ich bin für sauberen Sport. Das heisst aber nicht, dass ich gegen dich bin.»

    In einem weitere Post gab die in Deutschland lebende Savchenko auch bekannt, dass ihre Ehe mit Künstler Liam Cross am Ende sei: «Wir sind getrennt. Es läuft ein Scheidungsprozess.»

  • Eileen Gu krönt sich zum Superstar

    China hat seinen Superstar. Die 18-jährige Freestylerin Eileen Gu wird in der Halfpipe ihrer Favoritenrolle gerecht und fliegt überlegen zu Gold. Für sie ist es an den Heimspielen in Peking die dritte Medaille.

    Die Beste der Qualifikation gab sich auch im Final keine Blösse. Bereits im ersten von drei Durchgängen setzte Gu eine Marke, die von der Konkurrenz unerreicht blieb, obwohl sie noch nicht das ganze Repertoire an schwierigen Tricks ausgepackt hatte.

    Mit ihrem zweiten Run vermochte sich die Doppel-Weltmeisterin des vergangenen Jahres noch einmal zu steigern, womit Gu am Ende mit 95,25 Punkten deutlich vor den beiden Kanadierinnen Cassie Sharpe und Rachael Karker siegte. Mehr dazu hier.

  • IOC-Präsident Bach lobt, Menschenrechtler kritisieren

    IOC-Präsident Thomas Bach hat die Olympischen Spiele in Peking als «sehr erfolgreich» bewertet. Von Menschenrechts-Organisationen kommt harsche Kritik. Bach verwies in seiner Bilanz auf «herausragende Leistungen der Athleten» und einen «beispiellosen olympischen Geist» unter den Teilnehmern. Dies sei «weit über dem, was ich bei früheren Olympischen Spielen erlebt habe», sagte der 68-jährige Deutsche.

    Bei den Zuschauerzahlen im Fernsehen und bei Streamingdiensten habe man Rekorde gebrochen, so der IOC-Präsident. Zudem sei das Konzept der Organisatoren mit sehr strengen Massnahmen gegen das Coronavirus aufgegangen.

    Während Bach die Winterspiele überschwänglich lobt, fällt die Bilanz von Menschenrechts-Organisationen vernichtend aus. «Die Spiele waren ein Traum für Chinas Präsident Xi Jinping, aber ein Alptraum für die Menschenrechte», sagte Minky Worden von Human Rights Watch. Die Organisation kritisierte Menschenrechtsverletzungen in China wie die Verfolgung der Minderheit der Uiguren, Einschüchterung von Sportlern, chinesische Zensur und eine Politisierung der Spiele.

  • Walijewa will B-Probe öffnen lassen

    In der Doping-Affäre um Kamila Walijewa will die Eiskunstläuferin mithilfe der B-Probe ihre Unschuld beweisen. Laut der Anwälte der 15-jährigen Russin könnte ein technischer Fehler des Stockholmer Anti-Doping-Labors bei der Analyse ihres Tests vorgelegen haben. Mehr dazu hier.

  • Ukrainische Bobfahrerin positiv getestet

    Die Winterspiele in Peking haben ihren dritten offiziellen Doping-Fall. Die ukrainische Bobfahrerin Lidija Hunko wurde nach dem Monobob-Wettkampf am 14. Februar positiv auf das anabole Steroid Dehydrochloromethyltestosteron getestet.

    KYIV, UKRAINE - JANUARY 23, 2022 - Ukrainian bobsledder Lidiia Hunko who will represent Ukraine at the Beijing 2022 Winter Olympics is pictured during a news conference in the media hub of the Olivets TV Centre, Kyiv, capital of Ukraine. (Photo credit should read Pavlo_Bagmut/ Ukrinform/Future Publishing via Getty Images)
    Lidija Hunko hat im Monobob einen positiven Dopingtest abgeliefert.
    Bild: Getty Images

    Die 28-jährige wurde vorläufig suspendiert. Hunko war 2019 zum Bobsport gekommen und hatte im Monobob, der neu ins olympische Programm aufgenommen wurde, den 20. Platz belegt. Sie ist nach dem iranischen Skifahrer Hossein Saveh Shemshaki und der ukrainischen Langläuferin Valentina Kaminska die dritte Athletin, die in China positiv getestet wurde.