Eine Minute Rückstand: Haiti-Schweizerin erobert einmal mehr die Herzen der Ski-Fans

pat

18.2.2021

Auf die Bestzeit von Mikaela Shiffrin verliert Céline Marti im ersten Lauf über eine Minute, damit ist die Frau mit der Startnummer 98 fast doppelt so lange auf der Piste wie die US-Amerikanerin.

Céline Marti ist in Haiti geboren, wurde aber mit sieben Monaten adoptiert und wuchs in Genf auf. Mit den Schweizerinnen kann die 41-Jährige allerdings auch bei ihrer dritten WM-Teilnahme nicht mithalten. Vor zwei Jahren verlor sie an der WM in Are im ersten Durchgang noch 33 Sekunden, doch die Piste in Cortina d’Ampezzo scheint nicht auf sie zugeschnitten und so verliert sie heuer auf die Bestzeit von Mikaela Shiffrin 1:03,38 Minuten.

Zwar kurvt keine langsamer den Hang hinunter, Letzte wird Marti trotzdem nicht. Denn am Ende schaffen es im ersten Durchgang nur 70 Fahrerinnen ins Ziel. Und frei jeglicher Ironie, eine schlechte Hobby-Skifahrerin ist die Marti definitiv nicht. Wer schon mal auf einer Rennpiste gestanden hat, der weiss wie schwer es ist, auf einer pickelharten und eisigen Unterlage die Ski unter Kontrolle zu halten. Mit Spitzensport hat die Fahrt von Marti dann aber doch reichlich wenig zu tun.

Nicht im Stemmbogen, aber auch nicht wirklich schnell unterwegs: Céline Marti.
Bild: Keystone

Im Gegensatz zu Mikaela Shiffrin hat Marti das Lachen heute sicherlich nicht verloren. Denn während sie sich darüber freut, die Ziellinie überquert zu haben, ärgert sich die 25-jährige US-Amerikanerin am Ende darüber, Gold um zwei Hundertstel verpasst zu haben. Ganz zuoberst steht am Donnerstag bereits zum zweiten Mal an dieser WM Lara Gut-Behrami.



Sonja Nef: «Was Lara heute abgeliefert hat, das ist phänomenal»

Sonja Nef: «Was Lara heute abgeliefert hat, das ist phänomenal»

20 Jahre Warten sind genug: Lara Gut-Behrami gewinnt den WM-Riesenslalom in Cortina d'Ampezzo und ist damit die Schweizer Nachfolgerin von Sonja Nef, die 2001 in St. Anton triumphierte.

18.02.2021

Zurück zur StartseiteZurück zum Sport