Bickels Meister-Prognose

«Die Geschichte will wahrscheinlich, dass es in Basel passiert»

Redaktion blue

23.4.2022

Bickels Prognose: «Die Geschichte will wohl, dass es in Basel passiert»

Bickels Prognose: «Die Geschichte will wohl, dass es in Basel passiert»

Mit dem FC Zürich feiert Fredy Bickel in der Vergangenheit drei Schweizer Meistertitel. Im Gespräch mit blue Sport blickt er auf die emotionalen Momente zurück und verrät, wieso er am Sonntag noch nicht mit einer FCZ-Meisterparty rechnet.

22.04.2022

Mit dem FC Zürich feiert Fredy Bickel in der Vergangenheit drei Schweizer Meistertitel. Im Gespräch mit blue Sport blickt er auf die emotionalen Momente zurück und verrät, wieso er am Sonntag noch nicht mit einer vorzeitigen FCZ-Meisterparty rechnet.

Redaktion blue

23.4.2022

Als Sportchef beim FC Zürich kann Fredy Bickel zwischen 2006 und 2009 gleich dreimal den Gewinn der Schweizer Meisterschaft bejubeln. Dabei bleiben ihm die drei Titel aber in unterschiedlicher Erinnerungen. «Dem ersten gab ich den Übertitel Rock’n’Roll. Das war eine junge, wilde, verrückte Mannschaft», klärt Bickel auf. «Der zweite Titel war vielleicht etwas glücklich, weil wir dort mit dem Erfolgsdruck etwas Mühe hatten, aber am grünen Tisch plötzlich noch zwei Punkte mehr erhielten. So wurde aus einem Punkt Rückstand ein Vorsprung.»

Im Vergleich dazu kommt der Triumph 2009 weniger überraschend. «Das wollten wir unbedingt, wir waren fokussiert und spielten eine konstante Saison. Darum hatten wir vielleicht nicht die ganz grossen Emotionen, weil es das grosse Ziel war, das man erreichen wollte. Wir sind als Mitfavorit in die Meisterschaft gestartet», schildert der 56-Jährige. Und doch bleibt ihm auch der erlösende Schlusspfiff in Bellinzona und die anschliessende Heimreise in bester Erinnerung.

«Wir haben uns gefragt, was wir mit den Spielern machen.»

Genauso gut erinnert sich Bickel aber an das erste Spiel nach der vorzeitigen Meisterfeier. «Das darauffolgende Spiel gegen GC war eindrücklich. Eigentlich ging es um nichts mehr, aber in einem Derby geht es immer um etwas. Wir haben uns gefragt, was wir mit den Spielern machen», erzählt Bickel.

Man habe die Mannschaft deshalb in den letzten Stunden vor dem Derby alleine gelassen. «Sie machten miteinander Spiele und holten einen Coiffeur, um sich alle die Haare blau-weiss färben zu lassen. Wir vom Staff haben über den ganzen Nachmittag Freunde, Journalisten und ehemalige Spieler empfangen – also wir waren nicht mehr ganz taufrisch.» Ganz anders die Spieler, die auch im vermeintlich bedeutungslosen Spiel gegen GC unbedingt den Sieg wollen – und diesen auch einfahren.

Am kommenden Wochenende könnte sich der FCZ erstmals seit 13 Jahren wieder zum Schweizer Meister küren. Bickel glaubt allerdings, dass der Stadtklub dafür noch etwas Geduld aufbringen muss und wagt im Hinblick auf das Spitzenspiel am 1. Mai auch eine Prognose: «Die Geschichte will es wahrscheinlich, dass es in Basel passiert.»


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