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Australian Open: Nadal in 5-Satz-Krimi gescheitert ++ Tsitsipas rettet Federer-Rekord ++ Barty out ++ Medvedev führt Rublev vor ++ Schock für Kenin

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17.2.2021 - 05:58

Rafael Nadal verspielt im Viertelfinal gegen Stefanos Tsitsipas eine 2:0-Satzführung und scheitert schliesslich in fünf Sätzen. Der Grieche trifft im Halbfinal auf Daniil Medvedev, der seinem russischen Landsmann Andrey Rublev keine Chance lässt. Auch die Frauen-Halbfinals sind komplett.


Die Halbfinals der Australian Open sind komplett

Männer:
Novak Djokovic – Aslan Karazev
Stefanos Tsitsipas – Daniil Medvedev

Frauen:
Serena Williams – Naomi Osaka
Jennifer Brady – Karolina Muchova


Nadal scheitert an Tsitsipas

Stefanos Tsitsipas besiegt Rafael Nadal im Viertelfinale nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Satzrückstand mit 3:6, 2:6, 7:6, 6:4 und 7:5.



Nach zwei Sätzen sah alles nach einer klaren Angelegenheit für Nadal aus, doch der Grieche arbeitete sich über den eigenen Aufschlag zurück ins Spiel. Nadal schwächelte das erste Mal im Spiel im Tie Break des dritten Satzes und gab diesen somit ab. Im vierten Durchgang stieg die Fehlerquote beim Spanier und der Grieche holte sich auch diesen Satz.

Im fünften Satz konnten beide Spieler zunächst recht sicher ihre Aufschlagspiele holen, doch dann leistete sich Nadal beim Stand von 5:5 folgenschwere Fehler sowie das Break für seinen Gegner. Nadal kämpfte bis zum Schluss, am Ende verwandelte Tsitsipas aber seinen dritten Matchball!

Fünfsatz-Krimi: Nadal scheitert im Melbourne-Viertelfinal an Tsitsipas

Fünfsatz-Krimi: Nadal scheitert im Melbourne-Viertelfinal an Tsitsipas

Stefanos Tsitsipas besiegt Rafael Nadal im Viertelfinal der Australian Open nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Satzrückstand mit 3:6, 2:6, 7:6, 6:4 und 7:5. Der Grieche trifft im Halbfinal auf den Russen Daniil Medvedev.

17.02.2021

Tsitsipas «wie ein kleiner Vogel» – Nadal: «Das ist Tennis»

Tsitsipas sagt nach geschaffter Wende: «Ich habe sehr nervös angefangen, ich werde nicht lügen. Ich weiss nicht, was nach dem dritten Satz passierte. Ich flog wie ein kleiner Vogel, alles hat funktioniert für mich.»

Nadal verliert erst um zweiten Mal ein Grand-Slam-Match nach einer 2:0-Führung und erlebt einen bitteren Tag. «Es war nicht genug heute. Das ist Tennis. Ein Spieler gewinnt, ein Spieler verliert. Heute habe ich verloren», zeigt sich der Spanier enttäuscht.



Tsitsipas darf sich hingegen über einen der grössten Siege seines Lebens freuen und trifft nun im Halbfinal auf Weltmeister Daniil Medvedev. 

Tsitsipas rettet Federers Rekord

Um ein Haar egalisiert Rafael Nadal in seinem Viertelfinal gegen Stefanos Tsitsipas einen bislang unerreichten Rekord von Roger Federer. Der Schweizer gewann zwischen 2006 und 2007 an Grand-Slam-Turnieren ganze 36 Sätze am Stück. Nadal bringt es in Melbourne – nach dem Triumph bei den French Open, die er im Oktober 2020 ohne Satzverlust gewinnt – auf 35 gewonnene Sätze en suite. Dann bricht Tsitsipas die beeindruckende Serie mit dem Gewinn des dritten Satzes – und rettet Federer so den Rekord.

Machtdemonstration von Medvedev gegen Rublev

Daniil Medvedev wahrt die russische Hierarchie im Duell gegen Andrej Rublev (ATP 8) und zieht mit einem 7:5, 6:3, 6:2-Sieg in die Halbfinals des Australian Open ein.

Nach einem hart umkämpften ersten Satz war der 25-jährige Medvedev bei hochsommerlichen Temperaturen vor allem physisch deutlich stärker als sein zwei Jahre jüngerer Landsmann. Nun steht der Masters-Champion vom letzten November zum dritten Mal nach dem US Open 2019 und 2020 in einem Grand-Slam-Halbfinal. Seit dem Australian-Open-Triumph von Marat Safin 2005 (der im Halbfinal gegen Roger Federer einen Matchball abwehrte) hatte kein Russe mehr in Melbourne die Halbfinals erreicht – nun sind es mit Medvedev und dem überraschenden Qualifikanten Aslan Karatsev gleich deren zwei.

Medvedev macht mit Rublev kurzen Prozess

Medvedev macht mit Rublev kurzen Prozess

Daniil Medvedev wahrt die russische Hierarchie im Duell gegen Andrej Rublev (ATP 8) und zieht mit einem 7:5, 6:3, 6:2-Sieg in die Halbfinals des Australian Open ein.

17.02.2021

Die Zuschauer kehren am Donnerstag zurück

Wie erhofft, kehren die Zuschauer beim «Happy Slam» am Donnerstag in den Melbourne Park zurück. Pro Session sind rund 7'500 Leute wieder auf der Anlage zugelassen, das entspricht einer Auslastung von etwa 50 Prozent.

Der fünftägige Lockdown ende wie geplant um Mitternacht, teilte der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, mit. In der australischen Metropole sei in den vergangenen Tagen kein neuer Corona-Fall aufgetreten, weshalb die strengen Massnahmen wieder gelockert werden könnten, erklärte Andrews.

Die zweite Viertelfinal-Tranche der Männer

Akute Blinddarm-Entzündung: Kenin operiert

Die Amerikanerin Sofia Kenin, Australian-Open-Siegerin 2020, musste sich in Melbourne den Blinddarm entfernen lassen. Sie habe wegen Bauchschmerzen den Turnierarzt aufgesucht, berichtete die 22-Jährige auf Twitter. «Es wurde eine akute Blinddarm-Entzündung diagnostiziert. Ich musste am Montag operiert werden.»

Kenin war als Titelverteidigerin am diesjährigen Australian Open überraschend in der 2. Runde an der Estin Kaia Kanepi (WTA 65) gescheitert. Kurz darauf verlor sie an der Phillip Island Trophy in Melbourne sogar gegen die Australierin Olivia Gadecki, die nicht einmal über ein WTA-Ranking verfügt.

Medical Timeout bringt die Weltranglisten-Erste Barty aus dem Tritt

Ashleigh Barty scheitert an den Australian Open im Viertelfinal. Die Einheimische unterliegt Karolina Muchova mit 6:1, 3:6, 2:6. Ein Medical Timeout bringt die Weltranglisten-Erste aus dem Tritt.

Seit ihrer Rückkehr auf die Tour nach nahezu einem Jahr Pause hatte Barty überzeugt: ein Vorbereitungsturnier auf das Australian Open gewonnen und die ersten Runden beim Grand-Slam-Turnier ohne Satzverlust überstanden. Auch gegen die Tschechin Muchova, die Nummer 27 des WTA-Rankings, lief zunächst alles nach Plan. Barty führte auch im zweiten Satz mit einem Break.

Dann liess sich Muchova rund zehn Minuten lang pflegen. Sie habe sich schlecht gefühlt und unter Schwindel gelitten, erklärte die Aussenseiterin. Barty verlor während der Pause den Faden und trug mit 19 unerzwungenen Fehlern entscheidend zum Satzausgleich bei. Später spielte sie zwar wieder besser, war aber zu wenig effizient.

Barty, die grösste Hoffnung auf den ersten Australian-Open-Sieg einer Einheimischen seit Ende der Siebzigerjahre, war über die diskutable Verletzungspause von Muchova nicht verärgert: «Es ist regelkonform. Das sollte kein Wendepunkt in einem Match sein. Ich bin enttäuscht, dass ich es zu einem Wendepunkt gemacht habe.»

Irre Wende: Top-Favoritin Barty scheitert im Viertelfinal an Muchova

Irre Wende: Top-Favoritin Barty scheitert im Viertelfinal an Muchova

Ashleigh Barty scheitert an den Australian Open im Viertelfinal. Die Einheimische unterliegt Karolina Muchova mit 6:1, 3:6, 2:6. Ein Medical Timeout bringt die Weltranglisten-Erste aus dem Tritt.

17.02.2021

Brady schlägt Landsfrau Pegula

Muchova trifft in ihrem ersten Grand-Slam-Halbfinal auf die Amerikanerin Jennifer Brady (WTA 24), die sich gegen ihre Landsfrau Jessica Pegula (WTA 61) mit 4:6, 6:2, 6:1 durchsetzte. Die erstaunliche 26-jährige Pegula, die vor dem Australian Open bei den Majors nie brillieren konnte, gewann in den letzten beiden Sätzen kein Aufschlagsspiel mehr.

Brady erreichte ihren zweiten Grand-Slam-Halbfinal, nachdem sie beim US Open im letzten Jahr den Final gegen die spätere Siegerin Naomi Osaka nur knapp verpasst hatte. Nun könnte sie im Final wieder auf die Japanerin treffen. Diese bestreitet gegen Serena Williams den zweiten Halbfinal.

Die zweite Viertelfinal-Tranche der Frauen

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