Wimbledon-Ticker: Wawrinka schafft den Coup ++ Federer spielt in Uniqlo und gewinnt ++ Nadal blickt auf seinen 2008-Triumph zurück ++

2.7.2018 - 09:06, Teleclub

Endlich Wimbledon! Parallel zur Fussball-WM findet im Südwesten Englands das wichtigste Tennis-Turnier des Jahres statt. Hier halten wir Sie analog zur Fussball-WM mit einem Tagesticker über die wichtigsten Geschehnisse auf dem Laufenden.

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Die wichtigsten Partien des heutigen Tages


Stan Wawrinka schlägt sensationell Grigor Dimitrov

Stan Wawrinka gelingt in der 1. Runde von Wimbledon der Coup des Tages. Der lange verletzt gewesene Waadtländer setzt sich gegen die Weltnummer 6 Grigor Dimitrov nach schwachem Start 1:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:5), 6:4 durch. Es ist dies der grösste Erfolg des auf Platz 224 der Weltrangliste zurückgefallenen Wawrinka seit mehr als einem Jahr. Im dritten Satz wehrte er zwei Satzbälle ab.

In der 2. Runde wird es für Wawrinka - zumindest auf dem Papier - einfacher. Er trifft am Mittwoch auf den italienischen Qualifikanten Thomas Fabbiano (ATP 133).

Federer im Eilzugtempo in Runde 2

Outfit hin oder her: Roger Federer in Wimbledon zuzusehen, bleibt ein Genuss. Der Titelverteidiger gewinnt seine Auftaktpartie (im Uniqlo-Dress) gegen Dusan Lajovic ohne Probleme in drei Sätzen 6:1, 6:3, 6:4 und steht in der 2. Runde. Da trifft der Schweizer auf den Sieger des Duells zwischen Lukas Lacko und Benjamin Bonzi. Die Highlights des Spiels sehen Sie im Video oben.

Hier geht's zum Spielbericht!


Outfit-Hammer! Federer spielt in Uniqlo!

Das ist mal eine Riesenüberraschung! Nachdem zuletzt Gerüchte die Runde machten, dass Roger Federer seinen ausgelaufenen Vertrag mit Ausrüster Nike nicht verlängern wird und zum japanischen Ausrüster Uniqlo wechselt, wird die Geschichte nun Tatsache. Der Maestro trägt bei seiner Auftaktpartie gegen Dusan Lajovic in Wimbledon Uniqlo (s. Video oben) – und zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere nicht Nike.

Wobei dies nicht ganz korrekt ist: Rogers Schuhe sind immer noch von Nike. Vor einer Woche noch wurde Federers vermeintliches Nike-Outfit für Wimbledon 2018 präsentiert. Jetzt trägt er doch Uniqlo. 30 Millionen Dollar sollen die Japaner dem 20-fachen Grand-Slam-Sieger bieten – pro Jahr!


Wawrinkas Freundin schickt Weltnummer 4 nach Hause

Für die erste Überraschung im Frauen-Tableau sorgt Stan Wawrinkas Freundin Donna Vekic. Die kroatische Nummer 55 der WTA-Rangliste schlägt Sloane Stephens, die Finalistin der French Open 2018 und amtierende US-Open-Siegerin, diskussionslos in zwei Sätzen. Vekic trifft nun auf die Schwedin Rebecca Peterson (WTA 78).


Coric bereits gescheitert!

Borna Coric muss in Wimbledon bereits nach seinem ersten Auftritt die Segel streichen. Der Kroate unterliegt dem Russen Daniil Medvedev (22) klar in drei Sätzen. Der Federer-Bezwinger und Turniersieger von Halle letzte Woche schien allerdings nicht hundertprozentig fit: Beim Stand von 1:2 im dritten Satz musste er ein «Medical Time-Out» nehmen und konnte danach nur noch einen einzigen Spielgewinn verzeichnen. 


Struff mit grosser Wende

Jan-Lennard Struff stand in der ersten Runde dem Argentinier Leonardo Meyer gegenüber und zog in den Sätzen eins und zwei den Kürzeren (3:6, 6:7). Doch der Deutsche rappelte sich auf, holte sich den dritten und vierten Satz im Tiebreak und schaffte im entscheidenden 5. Satz gleich zwei Servicedurchbrüche. Nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden verwandelte Struff seinen ersten Matchball. 

Grosse Wende: Struff gewinnt seine Erstrundenpartie nach 0:2-Satzrückstand doch noch.
Getty Images

Auf die Courts, fertig, los!

Wimbledon, 11 Uhr morgens: Die glücklichen Tennisfans, die ein Ticket ergattern konnten, werden kontrolliert auf das Gelände gelassen. Wirkt etwas wie eine Horde Lemminge. Und so sieht es aus:

Das Warten in der Schlange für die wenigen übrigen Wimbledontickets jeden Tag ist genauso Tradition wie die weisse Kleidung oder die Erdbeeren mit Sahne. Hier ein kurzer Überblick zur Geschichte dieser «Queue». Es ist nicht irgenendeine Warteschlange, es ist DIE Warteschlange.


Die Spannung steigt

In diesen Minuten startet das dritte Grand Slam Turnier des Jahres: Wimbledon. Es erwarten uns zwei Wochen Weltklasse Tennis. Wir sind bereit – Sie auch?

Federer fühlt sich «unglaublich sexy»

Das Turnier hat noch nicht einmal begonnen, schon sorgt Roger Federer für den ersten Lacher im Presseraum. Oder besser gesagt: Eine Reporterin sorgt  dafür, dass der Maestro rot wird. «Sie sehen noch besser aus als letztes Jahr», sagt sie dem Schweizer, der wie die anwesenden Journalisten laut loslacht. «Wie fühlen Sie sich», fragt die Reporterin. «Jetzt fühle ich mich grossartig», sagt Roger, der sich immer noch kugelt vor Lachen. «Jetzt werde ich rot.»

Die Reporterin lässt nicht nach: «Wie fühlen Sie sich körperlich?» Federer: «Unglaublich sexy!» Der Vorjahressieger ist also schon vor seinem ersten Auftritt (gegen Dusan Lajovic, heute ab ca. 14 Uhr) in bester Laune.

Zur Einstimmung


Alle Augen auf Federer und Nadal gerichtet

Unvergessen ist das Endspiel zwischen Roger Federer und Rafael Nadal in Wimbledon vor 10 Jahren. In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Final-Kracher behielt der Spanier letztlich nach fünf Sätzen und bei einbrechender Dunkelheit das bessere Ende für sich. Der diesjährige Draw würde erneut ein Endspiel zwischen den beiden Tennis-Dominatoren der letzten 15 Jahre zulassen. Es wäre ein weiterer Höhepunkt dieser unvergleichbaren Rivalität. Lesen Sie hier die Vorschau.

Vor Turnierstart reflektiert die aktuelle Weltnummer 1 die Ereignisse von damals: «Jeder wusste, wie wichtig es für mich war, hier nach zwei verlorenen Finals zu gewinnen. Als es dann passierte, war das sicher einer der emotionalsten Momente meiner Karriere.» Für Federer hingegen war es vielleicht die bitterste Niederlage – aber der König fing sich schnell: 2009 gewann er in Paris auf Nadals bevorzugter Unterlage. Und auch in Wimbledon triumphierte er bereits im folgenden Jahr wieder – nach wiederum fünf Sätzen – damals gegen Andy Roddick.

Rafael Nadal nach seinem Sieg 2008 in einem epischen Endspiel gegen Roger Federer
Bild: Keystone


Unser Mann vor Ort platzt vor Stolz – und Vorfreude

Vor dreissig Jahren wurde seine Faszination für den Tennis-Sport entfacht, nun ist Roman Müller zwei Wochen in Wimbledon und berichtet für Bluewin über die Geschehnisse an der Church Road. In seinem Blog gibts neben harten Fakten auch emotionale Geschichten rund um das prestige-trächtigste Tennis-Turnier der Welt. Hier gehts zur ersten Ausgabe mit dem vielsagenden Titel: «Der Weg eines Zwergs mit Kontrabass nach Wimbledon».

Bencic und Vögele spielen erst am Dienstag

Neben Roger Federer, Stan Wawrinka und Viktoria Golubic stehen noch zwei weitere Schweizerinnen im Einsatz: Belinda Bencic und Stefanie Vögele starten am Dienstag ins Turnier. Stan Wawrinka kommt heute die Ehre zuteil, ebenfalls auf dem Centre Court antreten zu dürfen. Seine Partie gegen Grigor Dimitrov startet wohl erst um ca. 18 Uhr Schweizer Zeit. 

Hier die Running-Order auf den beiden Hauptplätzen:

Alle Spiele des Tages in Wimbledon



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