Federer: «Primär geht es jetzt um Titel»

sda

17.3.2018

Will sich nach Miami Gedanken über den weiteren Verlauf der Saison machen: Roger Federer.
Bild: Getty Images

Roger Federer siegt und siegt. Er übertrifft die eigenen Erwartungen. Das stellt ihn aber auch vor neue Fragen. Die Schlüsselfrage für Federer im Moment: Soll er tatsächlich wieder auf die Sandplatzsaison verzichten?

Federer beschäftigt sich derzeit mit den Sandturnieren. In Indian Wells, wo fast der ganze «Clan» mit von der Partie ist, wird emsig diskutiert. Der nicht vor Ort weilende Fitnesstrainer Pierre Paganini erhielt von Federer eine Anfrage, wie viel konditionsmässig investiert werden müsste. Die Medien fragen bei jeder Gelegenheit nach, ob es etwas Neues gibt.

Noch drei Titel fehlen bis zur magischen Grenze

Mit der Aussage, dass er gerne noch einmal in Roland-Garros gewinnen würde, hatte Federer Anfang Monat die Diskussionen selber lanciert. Bis zu diesem Moment schien alles klar. Erwartet wurde, dass Federer es gleich machen würde wie im letzten Jahr, als er nach Turniersiegen in Indian Wells und Miami die gesamte Sandsaison ausliess und Mitte Juni auf Rasen in Stuttgart auf die Tour zurückkehrte. Dass Federer im Februar in Rotterdam antrat, «nur um die Nummer 1 zu werden» (Federer), deutete ebenfalls in diese Richtung.

Mittlerweile kokettiert Federer mit den Sandturnieren, was nur der Logik entspricht. Er dominiert derzeit die Szene. Rafael Nadal und Dominic Thiem, zwei der grössten Sieganwärter auf Sand, plagen sich mit Verletzungen herum. Novak Djokovic ringt um den Anschluss. Andy Murray und Stan Wawrinka liegen noch weiter zurück. Wenn Federer auch auf Sand spielt, wird es wochenlang keine Diskussionen um die Nummer 1 mehr geben. Aber darum geht es ihm nicht mehr: «Ich bin jetzt wieder die Nummer 1. Und ich weiss, dass ich die Nummer 1 auch wieder verlieren werde. Primär geht es jetzt um Titel.»

Roger Federer hat derzeit 97 Turniere auf der ATP Tour gewonnen. Ihm fehlen noch drei Triumphe, um die magische 100er-Grenze zu knacken.

Entscheid nach Miami

Federer liebäugelt mit den Sandturnieren, weil er Lust auf Sandplätze hat («Als Schweizer bin ich eigentlich ein Sandplatzspieler») und weil er das Gefühl nicht los wird, eine Chance zu haben, in Paris ein zweites Mal nach 2009 gewinnen zu können. Schon vor einem Jahr trainierte Federer in der Schweiz ein paar Tage auf Sand, sagte dann aber für Paris trotzdem ab. «Heuer werde ich mich früher entscheiden», sagte er. «Klar ist, dass ich in den ersten Wochen (Monte Carlo) sicher nicht spielen werde. Diese Phase ist mit einer Reise nach Afrika und einem Trainingslager verplant. Aber unmittelbar nach Miami werde ich mich entscheiden, ob ich auf Sand spiele oder nicht. Und wenn ich spiele, werde ich mich entscheiden, wo ich spiele.»

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