Nadal sauer: «Viele Leute müssen morgen wieder arbeiten»

20.11.2019 - 11:24, Luca Betschart

Kritisiert die Anspielzeiten bei den Davis-Cup-Finals in Madrid: Rafael Nadal.
Bild: Getty

In Madrid gehen diese Woche erstmals die von Gerard Piqué umgekrempelten Davis Cup Finals über die Bühne. Nach dem zweiten Tag hagelt es Kritik – ausgerechnet vom Einheimischen Rafael Nadal.

Gastgeber Spanien bekommt es an der Davis-Cup-Endrunde am Dienstag zum Auftakt mit den stark besetzten Russen zu tun – und wird hart gefordert. Nachdem Roberto Bautista-Agut sein Einzel gegen Andrej Rublev im dritten Satz im Tiebreak (0:7!) verliert, muss Rafael Nadal in der zweiten Partie Karen Khachanov bezwingen, um den vorzeitigen Gruppensieg der Russen zu verhindern.

Der Weltranglistenerste gibt sich gegen den 23-Jährigen keine Blösse und setzt sich nach über zwei Stunden letztlich mit 6:4, 7:6 durch. Das Doppel muss entscheiden. Während für Russland erneut Rublev und Khachanov antreten, setzt Spanien auf das Duo Marcel Granollers/Feliciano Lopez – mit Erfolg. Die Spanier entscheiden das Doppel in zwei Sätzen für sich und bleiben in ihrer ersten Begegnung damit siegreich. Dennoch ist Aushängeschild Rafael Nadal anschliessend alles andere als zufrieden. Der Grund: die Spielzeiten.



«Viele Leute müssen morgen wieder arbeiten»

Weil die erste Partie der Begegnung, die aus maximal zwei Einzeln und einem Doppel besteht, erst um 18.00 Uhr angesetzt wird, stehen die Akteure bis um 01:50 Uhr in der Nacht auf dem Court. Nadal kritisiert: «Diese Zeiten sind schlecht für die Spieler und das Publikum. Viele Leute müssen am morgen wieder arbeiten.»

So auch die spanische Mannschaft, die bereits am Mittwochabend ab 18:00 Uhr im zweiten Gruppenspiel Kroatien fordert. Kein Wunder, findet Nadal am späten Feierabend keinen Gefallen. Nur ändern kann er nichts: «Es ist praktisch unmöglich, vor vier Uhr am Morgen ins Bett zu gehen.»

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