Plant Piqué den reformierten Davis Cup ohne Roger Federer?

Luca Betschart

28.8.2018

Federers Name fiel im Interview mit «Le Figaro» kein einziges Mal. 
Bild: Getty Images

Der spanische Fussballer Gerard Piqué will den Davis Cup reformieren, wodurch Terminkonflikte mit dem von Federer ins Leben gerufenen Laver Cup drohen. Dass Piqué die Konfrontation mit Federer nicht scheut, deutet sich in einem veröffentlichten Interview mit der französischen Zeitung «Le Figaro».

Dort begründet er, warum eine Reform des Davis Cups aus seiner Sicht unumgänglich ist. «Wir wissen alle, dass der Davis Cup nicht mehr das ist, was er mal war. Die besten Spieler haben ihn seit Jahren nicht mehr bestritten. Sie sind das ganze Jahr viel unterwegs und haben zeitliche Einschränkungen. Dies mussten wir beachten.»

Mit seiner Firmengruppe «Kosmos» hatte Piqué für den traditionsreichen Davis Cup an Stelle einer K.O.-Phase mit vier Terminen eine Reduktion auf eine Qualifikationsrunde im Februar und ein Finalturnier Ende Jahr vorgeschlagen. Während die erste Austragung der Finalwoche nach neuem Format im November 2019 stattfinden soll, macht Piqué nun klar, dass dieser Termin nicht in Stein gemeisselt ist.

Piqué: «Ich denke da an Nadal, Cilic, Zverev oder Djokovic» 

«Wir sind im Gespräch mit den Spielern, sie bevorzugen einen Termin im September». Ein Beispiel liefert die grosse deutsche Tennishoffnung Alexander Zverev, der nach eigener Aussage dann lieber auf den Malediven am Strand liegt. So spricht Piqué von einer Austragung zwei Wochen nach dem US-Open-Final als möglicherweise besten Termin. Dass genau zu dieser Zeit die Austragung des Laver Cups geplant ist, scheint Piqué nicht zu interessieren.

Der Davis Cup solle ein Wettbewerb sein, wie ihn die Spieler wünschen. Denn ohne sie gäbe es den Sport nicht. «Ich denke da an Nadal, Cilic, Zverev oder Djokovic» sagt Piqué. Ohne Zweifel alles grosse Aushängeschilder, doch fehlt da nicht der Name des grössten Botschafters dieser Sportart in den letzten Jahren?

Möglich, dass es sich dabei nur ein um eine versehentliche Lücke in seiner Aufzählung handelt. Bei der Ausgangslage scheint es aber wahrscheinlich, dass Piqué den Namen Roger Federer auch in einem Zeitungsinterview nicht so leicht vergisst.

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